Automatisierung und KI-gesteuerte Technologien optimieren deutlich den Betrieb eines Security Operations Centers (SOCs), indem sie repetitive Aufgaben übernehmen, schnellere Reaktionszeiten ermöglichen und die Gesamteffizienz der Sicherheitsteams wesentlich verbessern.
SOC-Teams erhalten täglich im Schnitt über 4.000 Warnmeldungen und verbringen fast drei Stunden damit, diese manuell zu bearbeiten.
(Bild: Tobias - stock.adobe.com)
In einer Zeit, in der sich Cyber-Bedrohungen in beispiellosem Tempo weiterentwickeln, stehen Unternehmen vor einem ständigen Kampf um den Schutz ihrer digitalen Assets und sensiblen Daten. Bei der Überwachung und rechtzeitigen Erkennung sowie Reaktion auf Sicherheitsvorfälle spielen Security Operations Center (SOC) eine entscheidende Rolle. Allerdings kann die schiere Menge und Komplexität von Sicherheitswarnungen selbst die erfahrensten SOC-Teams völlig überfordern.
Was ist SOC-Automatisierung?
Hier kommen disruptive Technologien der Automatisierung und künstlichen Intelligenz (KI) ins Spiel und transformieren SOCs, indem sie Bedrohungserkennungs-, Analyse- und Reaktionsprozesse rationalisieren und so die Effizienz wesentlich steigern. Das heißt, manuelle Sicherheits-Workflows werden durch automatisierte ersetzt.
Beispielsweise könnte eine SOC-Automatisierung das Sammeln und Analysieren von Threat-Intelligence-Berichten automatisieren. Dadurch kann ein SOC-Team ermitteln, welche Threat-Intelligence-Daten für ein Unternehmen am relevantesten sind, basierend auf den Arten von Ressourcen, auf die sie sich beziehen, und den Arten von Risiken, die sie adressieren.
Dieser Prozess lässt sich natürlich auch manuell durchführen, aber eine SOC-Automatisierung ermöglicht es, ihn schneller und mit weniger Personal-Ressourcen durchzuführen. Ferner unterstützt die Automatisierung das SOC, Bedrohungen zunehmenden Umfangs und zunehmender Komplexität (Skalierung) zu bewältigen, ohne dass die Größe des IT-Security-Teams vergrößert werden muss.
Ein grundlegender Baustein einer SOC-Automatisierung ist das Security-Playbook. Es definiert einen Sicherheitsworkflow, indem es einzelne Schritte beschreibt, die Teams zur Bewältigung verschiedener Arten von Sicherheitsvorfällen unternehmen sollen. Durch die frühzeitige Entwicklung von SOC-Playbooks vermeiden die Teams, dass sie bei jedem Vorfall einen neuen Reaktionsplan erstellen müssen.
Allerdings bedeutet das Vorhandensein von Playbooks nicht, dass dadurch ein SOC letztendlich automatisiert wurde. Um eine vollständige SOC-Automatisierung zu realisieren, müssen Playbooks in die jeweils relevanten Sicherheitstools und -workflows eingebunden sein, damit die Teams sie einfach und effizient bereitstellen können.
In einem vollautomatischen SOC erkennen beispielsweise Überwachungstools eine bestimmte Art von Risiko und verweisen dann auf das jeweilige Playbook, das die Teams verwenden sollen, um angemessen auf einen Vorfall zu reagieren. Anschließend kann das SOC automatisch den Fortschritt der Teams verfolgen, während es die im Playbook definierten Schritte durchläuft.
In der Folge werden ein paar ausgewählte Use Cases einer SOC-Automatisierung skizziert:
Warnmeldungs-Triage
Automatisierungstools können so programmiert werden, dass sie eingehende Alarme analysieren und sie anhand vordefinierter Kriterien klassifizieren. Warnungen mit hoher Zuverlässigkeit werden zur sofortigen Bearbeitung eskaliert, während Warnungen mit niedriger Priorität entweder verworfen oder zur späteren Bezugnahme protokolliert werden.
Dieser automatisierte Triage-Prozess reduziert die Arbeitsbelastung der Analysten erheblich und ermöglicht es ihnen, sich auf die kritischsten Bedrohungen zu konzentrieren. Die Automatisierung gewährleistet nicht nur schnelle und konsistente Reaktionen, sondern verringert auch das Risiko menschlicher Fehler in Stress-Situationen.
Automatisierte Bedrohungssuche
Die Bedrohungssuche gilt heute als eine grundlegende Fähigkeit des SOC. Dies geschieht, wenn die Bedrohungssuche durch geplante automatisierte Arbeitsabläufe automatisiert wird. Dabei wird in der gesamten Umgebung nach Indikatoren für eine Kompromittierung (Indicators of Compromise, IOCs) gesucht und Bedrohungen mithilfe einer kontinuierlichen Überwachungsfunktion erkannt. Diese Funktionen beschleunigen die Identifizierung und Verwaltung von Bedrohungen und machen den Prozess effizient und effektiv.
KI-Technologien können SOC-Teams bei der proaktiven Bedrohungssuche unterstützen, indem sie den Netzwerkverkehr und die Systemprotokolle kontinuierlich analysieren. Algorithmen für maschinelles Lernen erkennen subtile Muster und Anomalien, die menschliche Analysten möglicherweise übersehen, und helfen so, versteckte Bedrohungen aufzudecken, bevor sie zu größeren Vorfällen eskalieren.
Stand: 08.12.2025
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Schwachstellen-Management
Automatisierungstools können Systeme auf Schwachstellen scannen, sie je nach Risiko priorisieren und sogar Patches anwenden oder Probleme automatisch beheben. Dieser proaktive Ansatz hilft Unternehmen, potenziellen Angreifern immer einen Schritt voraus zu sein, indem die Angriffsfläche verringert wird.
Das bedeutet, ein automatisiertes SOC ermöglicht eine gezielte Schwachstellenanalyse von Assets, indem der Prozess nach der Warnung automatisiert wird. Das SOC kann auch Warnungen von Threat-Intelligence-Plattformen für Common Vulnerabilities and Exposures (CVEs) aufnehmen und ein automatisiertes Playbook zur Behebung von Schwachstellen auslösen, das betroffene Systeme patchen kann.
Automatisierte Vorfallberichte
Das SOC kann automatisch einen Bericht aus einem Vorfall erstellen, der unter anderem eine Zusammenfassung, einen Untersuchungszeitplan und Daten zu kompromittierenden Artefakten enthält und automatisch exportiert werden kann. Dies hilft SOC-Teams, Zeit zu sparen, die Konsistenz aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass die Beteiligten gründliche, professionelle Berichte erhalten.
IT-Security-Orchestrierung
Plattformen der Sicherheitsorchestrierung ermöglichen die nahtlose Kommunikation und Zusammenarbeit verschiedener Sicherheitstools und -systeme. Durch die Automatisierung der Integration dieser Tools können SOC-Teams mit minimalen Eingriffen komplexe Reaktionsmaßnahmen orchestrieren. Dazu gehören beispielsweise das Isolieren kompromittierter Endpunkte oder das Blockieren bösartiger IP-Adressen.
User- und Entitätsverhaltensanalyse (UEBA)
UEBA-Lösungen nutzen KI, um auf diese Weise das Basisverhalten der User und Entitäten innerhalb eines Netzwerks zu ermitteln. Jede Abweichung von diesen Basiswerten kann Warnungen auslösen und dabei helfen, Insider-Bedrohungen oder kompromittierte Konten effektiver zu identifizieren.