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Sichere Echtzeit-Kommunikation in Unternehmen Kontrolliertes Instant Messaging erfordert eindeutige Richtlinien

| Redakteur: Stephan Augsten

Die Echtzeit-Kommunikation in Unternehmen birgt neben zahlreichen Vorteilen auch Sicherheitsrisiken. Deshalb empfiehlt es sich, den Einsatz von Instant-Messaging-Tools in Unternehmen zu steuern. Dazu gehört ein verbindlicher Verhaltenskodex im Umgang mit Instant Messaging, der den Mitarbeitern allerdings auch kommuniziert werden muss.

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Instant Messenger können Vorteile bringen, sofern Unternehmen die Kommunikation einschränken und IM-Wildwuchs vorbeugen.
Instant Messenger können Vorteile bringen, sofern Unternehmen die Kommunikation einschränken und IM-Wildwuchs vorbeugen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Vorteil von Instant Messaging (IM) ist, dass Kommunikation durchgehend, schnell und kostengünstig stattfinden kann. Zweifelsohne unterstüzt ein IM-Tool die Zusammenarbeit in Unternehmen unterstützen, indem Angestellte sich schnell und unbürokratisch im Berufsalltag mit Kollegen auszutauschen.

Viele wissen aber auch aus eigener Erfahrung, dass IM auch eine willkommene Ablenkung sein kann, beispielsweise während nicht enden wollenden, langatmigen Meetings. Gleichzeitig stellt es aber auch ein Sicherheitsrisiko dar.

Im Gegensatz zu einer Telefonkonferenz kann IM kurzfristig und ad hoc eingesetzt werden. Eine konsequente Gesprächsführung und die gute Ausarbeitung der Agenda machen dabei den Unterschied. Trotzdem sollte jedes Unternehmen wohlüberlegt die Vorteile und Risiken abwägen, bevor ein IM als offizielles Kommunikationsmedium eingeführt wird.

Instant Messaging als Teil der Sicherheitsstrategie

Einige Mitarbeiter, die IM aktiv nutzen, mögen behaupten, dass sie auf ein solches Kommunikationstool nicht mehr verzichten können. Bislang habe ich aber noch keine Situation erlebt, die IM zwingend notwendig machte. Es gibt allerdings Situationen, in denen ein IM Teil des Business-Continuity-Managements sein kann.

Sollte der E-MailServer beispielsweise plötzlich nicht mehr funktionieren, können zeitkritische Daten auf diesem Wege dennoch versendet werden. Dadurch entstehen keine unproduktiven Phasen und auch kein damit verbundener Schaden. Dabei muss aber gewährleistet sein, dass die Daten über IM nicht unverschlüsselt transferiert werden; denn das stellt ein Sicherheitsrisiko dar.

Einem unkonfigurierten IM-Tool entgeht nichts

Darüber hinaus speichern viele IM-Anwendungen in der Grundeinstellung alle erfolgten Chats in einer History. In den meisten Fällen vergessen die User, diese Einstellung auszuschalten.

Sollten also geschäftskritische Inhalte über IM diskutiert worden sein, befinden sich diese Inhalte oftmals unverschlüsselt und ungeschützt im Speicher und können problemlos abgerufen werden. Wenn im schlimmsten Fall der jeweilige Rechner gehackt wird, bekommt der Eindringling die im Instant Messenger gespeicherten sensiblen Informationen sprichwörtlich auf dem silbernen Tablett serviert.

Seite 2: Kontrollierter Einsatz von Instant Messengern

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