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Gestohlene Microfiche-Daten möglicherweise schon missbraucht Kreditkarten-Inhaber beklagen illegale Abbuchungen bis zu 5.000 Euro

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Stephan Augsten

Der von der Frankfurter Rundschau entdeckte Finanzskandal zieht offenbar weitere Kreise. Nachdem der Tageszeitung am Freitag ein Datenpaket mit Bankdaten zugespielt wurde, berichtet das Blatt nun über illegale Abbuchungen. Bereits Anfang Dezember soll der Finanzdienstleister Atos Worldline Kunden vor Unregelmäßigkeiten gewarnt haben.

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Möglicherweise seien bereits jetzt die Daten zehntausender Kreditkarten für illegale Käufe im Internet genutzt worden, schreibt die Frankfurter Rundschau (FR). Ob dabei die dem Blatt am Freitag auf Microfiches zugespielten Informationen genutzt worden, ist bislang unklar.

Klarheit herrscht indes darüber, dass der für verschiedene Banken tätige Dienstleister Atos Worldline Kunden bereits am 4. Dezember vor Unregelmäßigkeiten gewarnt hat. In einem der FR vorliegendem Anschreiben heiße es: „Wir haben [...] Anfragen auf ihrem Kreditkartenkonto aus dem Internet festgestellt“. Die von der Abteilung Risk Control verfasste Mitteilung sei bundesweit und nicht nur an Kunden der Berliner Landesbank (LBB) geschickt worden.

Der FR sollen Briefe abgezockter Kunden vorliegen. Bei deren Konten seien Beträge bis zu 5.000 Euro illegal abgebucht wurden. Betroffen sein sollen Besitzer von Kreditkarten der Herausgeber DiBa, Amazon oder ADAC.

Die der FR am Freitag zugespielten Microfiches enthielten verschiedene Bankleitzahlen, darunter die der Postbank Nürnberg, der Deutschen Bank 24 sowie verschiedener Sparkassen. Die Berliner Landesbank (LBB) hat infolge der Berichterstattung eine aktuelle Homepage eingerichtet. Dort bestätigt die Bank den Datendiebstahl.

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