Ausnutzung ohne Authentifizierung Pufferüberlauf in Arcserves Unified Data Protection

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Zwei kritische Sicherheitslücken in Arcserve UDP erlauben Cyberangreifern einen Pufferüberlauf ohne Authentifizierung. Betroffen sind alle Versionen vor 10.2. Unternehmen sollten dringend auf diese gepatchte Version aktualisieren.

Ein Pufferüberlauf in Arcserve UDP ermöglicht Angreifern, Speicherbereiche zu überschreiben – eine kritische Schwachstelle, die schon vor der Anmeldung ausgenutzt werden kann.(Bild:  Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Ein Pufferüberlauf in Arcserve UDP ermöglicht Angreifern, Speicherbereiche zu überschreiben – eine kritische Schwachstelle, die schon vor der Anmeldung ausgenutzt werden kann.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Arcserve informiert seine Kunden über zwei kritische Sicherheitslücken in der Lösung Unified Data Protection (UDP). Dabei handelt es sich um CVE-2025-34522 und CVE-2025-34523, die jeweils einen CVSS-Score von 9.2 haben. Das Gefährliche an diesen Pufferüberlauf-Schwach­stellen ist, dass sie ohne Authentifizierung ausgenutzt werden können.

Pre-Authentication Heap Overflow

In der Eingabeanalyselogik der Datensicherungsplattform von Arcserve Unified bestehen sogenannte Heap-basierte Pufferüberlauf-Sicherheitslücken (Heap Overflow). Dies bedeutet, dass ein Cyberangreifer mithilfe von manipulierten Daten mehr in den Speicherbereich (Heap) schreibt, als eigentlich dafür vorgesehen. Dadurch können andere Speicherbereiche über­schrie­ben werden, was zu zu Instabilität, Abstürzen oder zu Remote Code Execution führen kann.

In der Sicherheitswarnung von Arcserve warnt der Hersteller außerdem davor, dass diese Sicherheitslücken „Pre-Authentication“ ist. Damit können Cyberkriminelle diesen Speicher­fehler schon vor der Anmeldung ausnutzen. Er muss sich also nicht einloggen, um den Angriff auszuführen, was die Schwachstellen extrem gefährlich macht.

CVE-2025-34522 und CVE-2025-34523 betreffen beide alle UDP-Versionen vor 10.2. Die aktuelle Version der Lösung ist 10.2, die die Patches für die Sicherheitslücken enthält. Das Sicherheits­update schließt auch CVE-2025-34520 (CVSS-Score 7.5) und CVE-2025-34521 (CVSS-Score 5.4), die ebenfalls in Unified Data Protection auftreten.

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