Firmwarefehler in InsydeH2O-Firmware ermöglichen Codeausführung Lenovo warnt vor BIOS-Schwachstellen

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Mehrere kritische BIOS-Schwachstellen im Lenovo-spezifischen InsydeH2O-Code gefährden Desktop-Systeme wie IdeaCentre und Yoga AIO. Angreifer mit lokalen Rechten können SMM-Code manipulieren, Speicher über­schrei­ben oder geschützte Inhalte auslesen. Lenovo hat eine offizielle Warnung veröffentlicht.

In verschiedenen Lenovo-Desktop-PCs gibt es BIOS-Schwachstellen in der InsydeH2O-Firmware, die Angreifern mit lokalen Rechten Codeausführung ermöglichen.(Bild: ©  James Thew - stock.adobe.com)
In verschiedenen Lenovo-Desktop-PCs gibt es BIOS-Schwachstellen in der InsydeH2O-Firmware, die Angreifern mit lokalen Rechten Codeausführung ermöglichen.
(Bild: © James Thew - stock.adobe.com)

Lenovo hat eine Sicherheitswarnung zu mehreren Schwachstellen in der InsydeH2O-Firmware veröffentlicht, die speziell für Lenovo-Systeme entwickelt wurde. Die Sicherheitslücken betreffen den System Management Mode (SMM), ein besonders privilegierter Ausführungs­modus auf Firmware-Ebene. Betroffen sind unter anderem IdeaCentre AIO 3, Yoga AIO 27IAH10, 32ILL10 und 9 32IRH8. Die Lücken erlauben es lokalen Angreifern mit hohen Privilegien, Inhalte des SMRAM auszulesen oder beliebigen Code im SMM-Kontext auszuführen.

Lenovo beschreibt den Schweregrad als hoch

Lenovo bezeichnet den Schweregrad als hoch. Die betroffenen Systeme nutzen eine BIOS-Variante, in der Code von Insyde integriert wurde, der direkt für Lenovo entwickelt wurde. Auch Insyde warnt vor der Lücke. Insgesamt sechs Schwachstellen (CVE-2025-4421 bis CVE-2025-4426) mit CVSS-Werten bis 8.2 gehen auf SMM-spezifische Module wie EfiSmiServices und SetupAutomationSmm zurück. Die Fehler reichen von Out-of-Bounds-Zugriffen über Stack-basierte Überläufe bis hin zu unzureichend geprüften Funktionsaufrufen innerhalb von SMI-Handlern.

Nur Lenovo-Geräte sind betroffen

Die Schwachstellen sind ausschließlich im Lenovo-spezifischen Code vorhanden. Systeme anderer OEMs mit InsydeH2O-Firmware bleiben nach aktuellem Stand unbeeinträchtigt. Lenovo empfiehlt betroffenen Nutzern, die BIOS-Versionen mit den Mindestversionen laut Support-Webseite abzugleichen. Für einige Systeme stehen Fixes bereit, andere wie Yoga AIO 27IAH10 oder 32ILL10 sollen im September bzw. November folgen. Für die Verwaltung und Verteilung der BIOS-Updates verweist Lenovo auf die hauseigenen Tools und Support-Ressourcen für PC- und Serverprodukte.

Der Hersteller hat das Advisory unter der Kennung LEN-201013 veröffentlicht. Es enthält technische Details, betroffene Modellnummern sowie den Verweis auf die Insyde-Advisory INSYDE-SA-2025007. Dort finden sich auch die vollständigen CVSS-Vektoren und technische Hintergrundinformationen.

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