Lünendonk-Liste 2026 Schwache Konjunktur bremst Sicherheitsdienstleister aus

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Die führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland wuchsen 2025 im Schnitt um 4,6 Prozent, weniger als im Vorjahr. Die Lünendonk-Liste zeigt, wie die schwache Konjunktur den Markt bremst. Dennoch bleiben die Anbieter optimistisch.

Obwohl die schwache Konjunktur das Wachstum der führenden deutschen Sicherheitsdienstleister im Jahr 2025 bremste, blickt die Branche laut Lünendonk-Liste 2026 aufgrund erwarteter Bedarfe durch die KRITIS-Regulatorik optimistisch in die Zukunft.(Bild:  Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Obwohl die schwache Konjunktur das Wachstum der führenden deutschen Sicherheitsdienstleister im Jahr 2025 bremste, blickt die Branche laut Lünendonk-Liste 2026 aufgrund erwarteter Bedarfe durch die KRITIS-Regulatorik optimistisch in die Zukunft.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Für seine Liste „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“ hat Lünendonk 50 Sicher­heitsdienstleister analysiert. Die 25 nach Umsatz führenden Dienstleister haben diesen 2025 im Schnitt um 4,6 Prozent gesteigert. Was erst einmal gut klingt, ist jedoch den Zahlen nach kein Erfolg, denn dieses Wachstum liege unter dem Vorjahreswert von 7,5 Prozent. Das zeigt Lünendonk nach, dass die schwache Konjunktur auch im ansonsten so starken Sicher­heits­dienstleistungsmarkt angekommen ist.

Lünendonks Top 10

Im Geschäftsjahr 2025 haben die Top 25 Dienstleister einen sicherheitsrelevanten Umsatz in Höhe von 5.628,1 Millionen Euro erwirtschaftet und machen damit rund 40 Prozent des Marktvolumens ausmachen. Im Segment Sicherheit beschäftigen sie insgesamt 97.400 Mitarbeitende und damit rund ein Drittel aller Beschäftigten der deutschen Sicher­heitswirtschaft.

Mit einem Umsatzwachstum von 2,4 Prozent auf rund 1,24 Milliarden Euro steht die deutsche Landesgesellschaft des schwedischen Sicherheitskonzerns Securitas an der Spitze der Lünendonk-Liste. Es ist das einzige Unternehmen des deutschen Sicherheits­dienst­leistungsmarktes, das in diesem Segment einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erreicht und repräsentiert damit neun Prozent des Marktes.

Auf Rang zwei folgt die Kötter Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Essen. Kötter erzielte laut Lünendonk im Sicherheitsdienstleistungssegment ein Umsatzwachstum von 8,6 Prozent auf 659 Millionen Euro. Daneben erbringt der Dienstleister auch Facility Services und erreicht in Deutschland einen Gesamtumsatz von 770 Millionen Euro. Die Kieler Wach- und Sicherheits­gesellschaft belegt einschließlich Sicherheit Nord mit einem geschätzten Umsatz von 558,0 Millionen Euro die dritte Position. Dies ist ein Wachstum von 7,5 Prozent.

An vierter Stelle folgt die Niedersächsische Wach- und Schliessgesellschaft mit der zugehörigen VSU mit einem Umsatz von 410 Millionen Euro und einem Wachstum von 2,5 Prozent. Wisag überschreitet mit einem Umsatzwachstum von 6 Prozent auf 310,4 Millionen Euro in der Sicherheitssparte Lünendonk nach erstmals die Marke von 300 Millionen Euro. Der Dienstleister aus Frankfurt ist der größte Arbeitgeber für Facility Service in Deutschland. Auch der auf Position sechs rangierende Sicherheitsdienstleister Pond aus Erlensee steht mit einem Umsatz von 292,2 Millionen Euro und einem Wachstum von 1,1 Prozent kurz davor, die 300-Millionen-Euro-Marke zu überschreiten.

Der Düsseldorfer Multidienstleister Klüh wuchs im Geschäftsjahr 2025 um 7,1 Prozent auf 221,8 Millionen Euro im Segment Sicherheitsdienstleistungen und belegt damit Rang sieben. Direkt dahinter folgt Piepenbrock mit einem Umsatz mit Sicherheitsdienstleistungen von 212,6 Millionen Euro und einem Wachstum von 6,2 Prozent. Der Gesamtumsatz des Dienstleisters aus Osnabrück lag 2025 erstmals über einer Milliarde Euro.

W.I.S. aus Köln verzeichnet als einziges Unternehmen der Top 10 einen leichten Umsatz­rückgang von 2,1 Prozent auf 153,1 Millionen Euro. Apleona schafft es mit einer Umsatz­entwicklung von 20,6 Prozent auf 145,9 Millionen Euro unter die Top 10 der führenden zehn Sicherheitsdienstleister.

Platz 11 bis 25

ICTS Germany verzeichnet ebenfalls einen leichten Umsatzrückgang von 1,9 Prozent auf 136,5 Millionen Euro und belegt damit weiterhin den elften Rang. Stölting folgt auf Position zwölf mit einem Umsatz von 135,0 Millionen Euro, was ein Plus von 8,6 Prozent sind. Auch Dussmann aus Berlin verliert infolge eines Umsatzrückgangs von 1,6 Prozent in den Sicherheits­dienst­leistungen auf 124,0 Millionen Euro einen Platz im Ranking. Die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft verbleibt mit einem stabilen Umsatz von 118,6 Millionen Euro und einem Plus von 0,2 Prozent auf Rang 14. Dahinter folgt auf Position 15 Siba mit einem geschätzten Umsatz von 117,0 Millionen Euro und einem Wachstum von 1,7 Prozent.

Die Umsatzabstände auf den Position ab Platz 16 sind gering. Um eine Position verbessert sich ESD mit einem Umsatz von 87,5 Millionen Euro und einem Plus von 2,9 Prozent und mit einem Abstand von einer halben Million Euro folgt All Service, das sich mit einer Umsatzentwicklung von 13 Prozent auf 87,0 Millionen Euro von Position 21 auf Platz 17 verbessert. Auch das Bewachungsinstitut Eufinger erreicht mit zusätzlichen 6,5 Prozent einen Umsatz von 86,8 Millionen Euro und rückt eine Position nach vorn.

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Die Big-Bechtold-Gruppe aus Karlsruhe verliert dagegen aufgrund eines Umsatzrückgangs von 4,1 Prozent auf 84,6 Millionen Euro drei Plätze. Auch die Power-Gruppe rückt infolge eines Umsatzrückgangs von 0,7 Prozent auf 82,5 Millionen Euro zwei Plätze nach hinten. City Schutz aus Schönburg rückt mit einem geschätzten Umsatz von 80,0 Millionen Euro und plus 2,3 Prozent von Rang 20 auf Position 21. Secura Protect erzielt mit einem Umsatzwachstum von 24,2 Prozent auf 78,4 Millionen Euro das größte Umsatzwachstum innerhalb der Top 25 und verbessert sich dadurch um zwei Positionen.

Auf Rang 23 folgt WeWatch mit einem Umsatz von 73,0 Millionen Euro und plus 7,4 Prozent. ISS folgt auf Position 24 mit einem Umsatz von 69,4 Millionen Euro und einem Wachstum von 2,4 Prozent. Ardor verliert aufgrund eines Umsatzrückgangs von 6,5 Prozent drei Plätze und schließt die Top 25 mit einem Umsatz von 65,7 Millionen Euro ab.

Branche bleibt optimistisch

Sechs der 25 führenden Dienstleister haben 2025 einen Umsatzrückgang verzeichnet. Dennoch gaben die Dienstleister gegenüber Lünendonk an, für die Jahre 2026 bis 2030 positiv nach vorn zu blicken und ein jährliches Umsatzwachstum zwischen 6,7 und 7,6 Prozent zu erwarten. Vor allem die voraussichtlich steigende Nachfrage im Zuge der KRITIS-Regulatorik sorge dafür.

„Im Zuge des KRITIS-Dachgesetzes steigen nicht nur die Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen, sondern auch der Kreis der Unternehmen, die eine Resilienzstrategie entwickeln müssen, hat sich deutlich erweitert“, kommentiert Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. „Technologiegestützte integrierte Sicherheitsstrategien werden zu einem wichtigen Baustein der Resilienzstrategie kritischer Infrastrukturen. Sicherheitsdienstleister übernehmen dabei die Rolle eines Partners für Beratung, Technologieintegration und operative Umsetzung.“

Die Lünendonk-Liste „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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