Updates ohne Neustart durch Anbindung an Microsoft Azure Windows 11 bekommt Hotpatching

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Microsoft hat angekündigt, neben „Windows Server 2025“, auch „Windows 11“ mit der Hotpatching-Funktion auszustatten. Das soll die Anzahl der Neustarts deutlich reduzieren. Es gibt aber Einschränkungen.

Windows 11 erhält eine Hotpatching-Funktion.(Bild:  Thomas Joos)
Windows 11 erhält eine Hotpatching-Funktion.
(Bild: Thomas Joos)

Wie bei „Windows Server 2022 Datacenter, „Azure Edition“ und allen Editionen von Windows Server 2025, erhält auch Windows 11 eine Hotpatch-Funktion. Dabei aktualisiert sich das Betriebssystem ohne Neustart. Es gibt aber einige Einschränkungen, die Admins beachten müssen.

Hotpatching integriert Updates direkt in den Arbeitsspeicher aktiver Prozesse. Dabei ersetzt das System gezielt einzelne Codeabschnitte im Speicher, ohne den laufenden Prozess oder das Betriebssystem neu zu starten. Dies verringert die Anzahl notwendiger Neustarts und senkt die Ausfallzeiten erheblich.

Windows 11-Hotpatching – Das steckt dahinter

Allerdings lassen sich nicht alle Updates über diesen Weg installieren. Bei Windows 11 wird es vermutlich vor allem um die monatlich zum Patchday erscheinenden kumulativen Updates gehen. Microsoft geht davon aus, dass die dadurch verursachten Neustarts von 12 auf 4 reduziert werden können. Es ist also nicht so, dass Windows 11 nicht mehr neu gestartet werden muss, es sinkt nur die notwendige Anzahl an Neustarts.

Dazu kommt, dass wohl nur Windows 11 Enterprise Hotpatching erhält, die anderen Editionen sind außen vor. Ob auf Dauer auch Windows 11 Pro von den Vorteilen profitiert, ist derzeit nicht klar. Außerdem muss der Rechner an Azure angebunden sein, genauso wie bei den Server-Editionen von Windows.

Ohne Azure gibt es kein Hotpatching. Dazu kommt ein notwendiges Abonnement von Windows 11 Enterprise E3/E5 (Microsoft 365 A3/A5 oder Microsoft 365 F3) oder ein Abonnement von Windows 365. Außerdem muss auf dem Rechner mindestens Windows 11 24H2 installiert sein und die Verwaltung muss über Microsoft Intune erfolgen.

Hotpatching: Ein Jahreszyklus im Überblick

Im ersten Monat jedes Kalenderquartals, Januar, April, Juli und Oktober, wird auf den Geräten das reguläre kumulative Sicherheits-Update installiert, gefolgt von einem Neustart. Dieses Update umfasst die neuesten Sicherheitskorrekturen sowie neue Funktionen und Erweiterungen.

In den darauffolgenden zwei Monaten erhalten die Geräte Hotpatch-Updates, die ausschließlich sicherheitsrelevante Aktualisierungen enthalten. Diese werden direkt angewendet, ohne dass ein Neustart erforderlich ist.

Mit Beginn des nächsten Quartals startet der Zyklus erneut. Durch diesen Ansatz bleiben Geräte kontinuierlich sicher und produktiv, während die Anzahl der notwendigen Neustarts für Windows-Updates von zwölf auf nur vier pro Jahr reduziert wird ergänzt durch acht Hotpatch-Updates, die ohne Unterbrechung eingespielt werden.

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