Sicherheit und Mobilität als geschäftskritische Faktoren

Mobile Device Management in der Finanzbranche

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App-Installation als Risikofaktor effizient steuern

Gerade Apps bergen potenzielle Risiken für Unternehmensdaten. Hinzu kommt, dass es sich hier um einen Wachstumsmarkt handelt – Apple hatte 2013 durchschnittlich zwei Milliarden App-Downloads pro Monat.

Banken und Versicherungen sollten daher einen internen „Corporate App Store“ mit ausgewählten Apps einrichten. Somit entsprechen alle Anwendungen, die auf firmeneigenen Geräten laufen, den Sicherheitsrichtlinien der Unternehmen entsprechen.

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Eine Alternative, um die Risiken für das Firmennetz zu minimieren, ist das sogenannte „White Listing“. Dabei wird eine Liste von zugelassenen Apps erstellt, die über den App-Store des Anbieters (z. B. Apple) angeboten werden. Gegebenenfalls ist dies die bessere Option, da ein Firmen-Smartphone mit Corporate App Store an Attraktivität einbüßen kann.

Fokus auf Datensicherheit

Natürlich müssen die vertraulichen Unternehmensdaten auf mobilen Geräten verschlüsselt abgelegt werden. Die Verschlüsselung basiert auf anerkannten Standards, die den Anforderungen der Finanzbranche entsprechen und für zuverlässigen und transparenten Schutz personenbezogener und unternehmensinterner Daten innerhalb des Netzwerks sorgen.

Darüber hinaus können mit Hilfe der MDM-Lösung auch Daten kontrolliert gelöscht werden, wie z. B. Unternehmens-E-Mails, App-Profile oder PIM-Daten (Personal Information Manager) wie Kontakte, Termine, Aufgaben und Notizen. Das Unternehmen behält die Kontrolle über seine mobilen Endgeräte, wird aber in der Regel mit umfassender Konfiguration, Bereitstellung und Support-Funktionen unterstützt.

Bei den meisten MDM-Angeboten wird dem Kunden ein Dashboard für die Administration sowie ein Self-Service-Portal für den Endanwender zur Verfügung gestellt, so dass der User sein Gerät beispielsweise im Falle eines Verlustes selbst sperren kann. Eine MDM-Lösung für den Finanzbereich muss im Übrigen unbedingt über eine revisionssichere Mandantentrennung verfügen.

Dies ist deswegen besonders wichtig, da die Kunden in keinem Fall gegenseitig Einblick in Daten oder Benutzerverwaltung erhalten dürfen. Werden die notwendigen Schritte der operativen und technischen Umsetzung gleichzeitig angestoßen, steht einer erfolgreichen MDM-Lösung nichts im Wege.

Welchen Weg Finanzunternehmen auch für sich wählen mögen: die Nutzung mobiler Endgeräte wird in den kommenden Jahren wesentlich zunehmen. Eine unterschwellige Duldung oder gar ein Verbot von Mobilgeräten ist keine Lösung und führt in die Sackgasse. Mit MDM können Unternehmen Smartphones und Tablets zu ihrem Vorteil nutzen und die Sicherheit all ihrer Daten garantieren.

Über den Autor

Jürgen Dick ist Vice President Service Design bei Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS), einem IT-Service-Partner für die Finanzbranche. Er verantwortet die Go-to-Market-Strategie, das Key Partner Relationship- und das Innovation-Management. Sein Spezialgebiet umfasst den gesamten Cloud Computing-Stack, Big Data, Mobility und einen modernen Arbeitsplatz aus der Verbindung von Sprache, Bild und Desktop.

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