Auch VMs betroffen Dringendes Update der Nvidia-Treiber empfohlen

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Mehrere Schwachstellen in Nvidia-Treibern für Linux-basierte Systeme gefährden derzeit die IT-Sicherheit zahlreicher Installationen. Besonders kritisch fällt die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE‑2025‑23244 ins Gewicht. Sie betrifft den Nvidia GPU Display Driver und ermöglicht es Angreifern mit eingeschränkten Rechten, privilegierte Befehle auszuführen.

Wer Geräte mit einem Nvidia-Treiber auf Linux betreibt, sollte schnellstmöglich überprüfen, ob sein System von der aktuellen Sicherheitslücke im GPU Display Driver betroffen ist.(Bild:  somyuzu - stock.adobe.com)
Wer Geräte mit einem Nvidia-Treiber auf Linux betreibt, sollte schnellstmöglich überprüfen, ob sein System von der aktuellen Sicherheitslücke im GPU Display Driver betroffen ist.
(Bild: somyuzu - stock.adobe.com)

Schwerwiegende Sicherheitslücken in Nvidia-Treibern unter Linux stellen derzeit eine durchaus beachtliche Gefahr für PCs, Server und auch für Cloud-Lösungen dar. Verantwortliche sollten die Systeme schnellstmöglich aktualisieren.

Die potenziellen Folgen der Schwachstellen reichen von Codeausführung über Datenmanipulation bis hin zur vollständigen Systemkompromittierung. Nvidia bewertet das Risiko mit einem CVSS-Score von 7.8 als hoch. Das Common Weakness Enumeration Schema führt die Ursache unter CWE‑863, das für Fehler bei der Zugriffskontrolle steht.

Virtuelle Umgebungen sind ebenfalls betroffen

Auch virtuelle Umgebungen sind betroffen. Die vGPU-Software, die auf Plattformen wie Citrix Hypervisor, VMware vSphere und KVM zum Einsatz kommt, weist zwei weitere Schwachstellen auf. CVE‑2025‑23245 erlaubt es virtuellen Maschinen, auf globale Ressourcen zuzugreifen, CVE‑2025‑23246 ermöglicht eine unkontrollierte Ressourcennutzung durch Gastsysteme. Beide Schwachstellen führen zu Denial-of-Service-Zuständen und wurden jeweils mit einem mittleren Schweregrad (CVSS-Score 5.5) bewertet. Die Ursachen liegen in mangelhaften Berechtigungskonzepten (CWE‑732) und unzureichender Ressourcenverwaltung (CWE‑400).

Betroffen sind verschiedene Treiberzweige der Display- und vGPU-Software, darunter R535, R550, R570 und R575. Die Schwachstellen wirken sich auf Produkte wie GeForce, Nvidia RTX, Quadro, NVS und Tesla unter Linux aus. Nutzer, die Versionen einsetzen, die älter sind als beispielsweise 575.51.02 (R575) oder 535.247.01 (R535), sollten dringend auf die von Nvidia bereitgestellten Sicherheitsupdates umsteigen. Diese stehen über die reguläre Treiber-Downloadseite oder im Fall von vGPU- und Cloud-Gaming-Software über das Nvidia Licensing Portal bereit.

Sicherheitslücken im Cloud-Gaming

Auch Cloud-Gaming-Lösungen sind betroffen. Der Cloud-Gaming-Treiber bis einschließlich der Februarversion 2025 enthält alle drei Schwachstellen. Ein Update auf die Märzversion mit der Treiberkennung 570.133.20 stellt die Sicherheitslücken ab. Die Schwachstellen wurden unter anderem von Sicherheitsforscher Bill Creasey bei Google entdeckt.

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