Post-Quanten-Sicherheit im Unternehmensalltag Post-Quanten-Kryptografie gewinnt an Priorität, aber Umsetzung stockt

Quelle: Pressemitteilung Thales 1 min Lesedauer

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Der neue Thales-Bericht zeigt, wie Unternehmen den Übergang in die Post-Quanten-Ära einschätzen – und wo zentrale Lücken bleiben. Viele testen bereits Post-Quanten-Kryptografie, doch ohne konsistente Leitlinien.

Die Post-Quanten-Verschlüsslung stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Experten raten dazu, ein Sicherheitskonzept aufzubauen, um den bevorstehenden Bedrohungen gewachsen zu sein.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Die Post-Quanten-Verschlüsslung stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Experten raten dazu, ein Sicherheitskonzept aufzubauen, um den bevorstehenden Bedrohungen gewachsen zu sein.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Nur drei von fünf Unternehmen arbeiten aktiv an ihrer Vorbereitung auf das Post-Quanten-Zeitalter. Das geht aus dem „2025 Data Threat Report“ von Thales hervor, der auf einer weltweiten Befragung von mehr als 3.100 IT- und Sicherheitsexperten basiert. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Quantenbedrohungen inzwischen als reale Herausforderung gelten, der Übergang zu quantenresistenter Kryptografie jedoch vielfach ins Stocken gerät.

Laut Report evaluieren 60 Prozent der befragten Unternehmen bereits quantenresistente Kryptografie, doch viele Strategien bleiben unvollständig. Die Hälfte prüft zusätzlich bestehende Verschlüsselungsansätze, um kryptografische Agilität zu erreichen. Thales betont, dass dieser Transformationsprozess technisch anspruchsvoll ist und frühzeitig beginnen muss, um heutige Daten vor späteren „Harvest-now-decrypt-later“-Angriffen zu schützen.

Abhängigkeit von Dritten als Risiko

Ein Drittel der Unternehmen plant, sich beim Einsatz von Post-Quanten-Verfahren auf Cloud- oder Telekommunikationsanbieter zu stützen. Das reduziere laut Thales kurzfristig den Auf­wand, schaffe aber Risiken durch heterogene Implementierungen. Bereits heute verwalten 57 Prozent der Organisationen fünf oder mehr Systeme zur Schlüsselverwaltung. Zusätzliche Ebenen könnten die Gefahr von Fehlkonfigurationen und damit unbeabsichtigter Datenoffenlegung erhöhen.

Steigende Sorge über Quantenangriffe

Seit 2021 nimmt die Besorgnis über Quantenbedrohungen zu. Für 2025 nennen 63 Prozent der Befragten die zukünftige Kompromittierung von Verschlüsselungen als Hauptsorge, 61 Prozent kritisieren Schwachstellen in der Schlüsselverteilung und 58 Prozent befürchten weiterhin die spätere Entschlüsselung aktueller Daten.

Der Bericht macht deutlich, dass Unternehmen die Risiken zunehmend erkennen, aber Ini­ti­ati­ven punktuell bleiben. Für Post-Quanten-Resilienz benötigen Organisationen laut Thales abgestimmte Strategien und kryptografische Modernisierungsprozesse.

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