State of Ransomware in Retail von Sophos So viel kostet Ransomware den Einzelhandel

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ransomware setzt den Einzelhandel massiv unter Druck: Laut Sophos-Report steigen Lösegeldforderungen rasant, während Angreifer neue Er­pres­sungsmethoden nutzen. Finanzielle und psychische Folgen belasten die Branche schwer.

Auch der Einzelhandel bleibt nicht von Cyberangriffen verschont. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Auch der Einzelhandel bleibt nicht von Cyberangriffen verschont.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

In allen Branchen werden weltweit Unternehmen zum Opfer von Cyberangriffen – auch im Einzelhandel. Sophos zufolge setzte vor allem Ransomware diese Branche unter enormen Druck. Laut dem „State of Ransomware in Retail“-Report ist die Anzahl der Einzelhandels­unternehmen, die Lösegeld zur Datenwiederherstellung zahlen, gestiegen. Dafür hat der MDR-Spezialist (Managed Detection and Response) 3.400 IT- und Cybersicherheitsverantwortliche unter anderem aus Amerika, der EMEA-Region und Asien-Pazifik befragt.

So viel kostet Ransomware den Einzelhandel

Zum dritten Mal infolge nannten die Befragten ausgenutzte Schwachstellen als die häufigste technische Ursache für Ransomware-Angriffe. In 46 Prozent der Fälle waren diese der Ein­stiegs­punkt für die Angreifer. In 48 Prozent der Fälle haben die Cyberkriminellen tatsächlich Daten verschlüsseln können. Im Jahr 2023 waren es noch 71 Prozent. Erfreulicherweise er­reich­te die Zahl der vereitelten Verschlüsselungsversuche ein Rekordhoch, was Sophos auf verbesserte Abwehrmechanismen der Unternehmen zurückführt.

Doch die Cyberangreifer passen sich den Studienautoren zufolge an. So habe sich der Anteil reiner Erpressungsangriffe, bei denen keine Daten verschlüsselt, aber dennoch Lösegeld für die Nichtveröffentlichung sensibler Daten gefordert wurde, sich innerhalb von zwei Jahren ver­drei­facht. 2023 waren davon nur zwei Prozent der Befragten betroffen. 2025 waren es bereits sechs Prozent.

Außerdem verzeichnet die Studie einen rasanten Anstieg der Lösegeldforderungen. 2025 lag die durchschnittliche Lösegeldforderung bei 1,71 Millionen Euro, was doppelt so hoch ist wie im Jahr 2024. Die durchschnittliche Summe, die die betroffenen Unternehmen dann tatsächlich be­zahl­ten, erhöhte sich von 2024 mit 813.563 Euro um fünf Prozent auf 856.382 Euro im Jahr 2025. Parallel sanken die Kosten für die Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff. Im Schnitt waren es 1,41 Millionen Euro – hierin sind keine Lösegeldzahlungen enthalten. Dies ist Sophos zufolge der niedrigste Wert seit drei Jahren.

Mehr als finanzielle Folgen

Die Studie zeigt zudem, dass die Folgen von Ransomware mehr als finanzieller Natur sind. 47 Prozent der Befragten berichtete von starkem Druck seitens des Managements, nachdem Daten verschlüsselt wurden. Die Cybersicherheitsverantwortlichen gaben zudem an, unter erhöhter Angst oder Stress vor künftigen Angriffen zu leiden. 43 Prozent erging es so. Auch krankheits­bedingte Abwesenheit aufgrund von Stress oder psychischen Belastungen wurden von 37 Prozent sowie Schuldgefühle, den Angriff nicht verhindert zu haben von 34 Prozent genannt.

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