Unbekannter Malware-Programmierer provoziert Apple-Anhänger Rape-Wurm für Mac OS X verbreitet sich über lokales Netzwerk

Redakteur: Stephan Augsten

In seinem Blogger.com-Tagebuch Information Security Sellouts behauptet ein anonymer Sicherheits-Experte, er habe einen Wurm für das Apple-Betriebssystem Mac OS X programmiert. Laut dem Autor verbreitet sich der Schadcode namens Rape über eine Schwachstelle im mDNS-Responder, durch die ein Hacker auch direkt ins System eindringen könne.

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Ob der Wurm tatsächlich existiert, ist noch unklar – auf jeden Fall will der Blogger Infosec Sellout die Apple-User provozieren, denn der Inquirer Deutschland zitiert aus dem mittlerweile gelöschten Beitrag: „Das ist für euch Apple-Fans. Hütet euch bitte vor der Annahme, dass es ein absolut sicheres System geben kann und führt euch nicht so abgedreht auf. Natürlich baut Apple coole Computer, aber hört auf die Wahrheit zu ignorieren“.

Bisher ist es dem Code nur möglich, sich über ein LAN zu verbreiten, gibt der Wurm-Programmierer zu. Auf diese Weise habe er 1.500 Apple-Computer infiziert. Es sei allerdings mit wenigen Handgriffen möglich, den Code auch übers Internet zu verbreiten. Nach eigenen Angaben will der Entwickler seinen Schadcode mit dem Namen Rape aber nicht in die freie Wildbahn entlassen.

Wurm-Programmierer lässt sich entlohnen

„Ich habe den Wurm für meine eigenen Zwecke geschrieben und werde ihn nur den Leuten demonstrieren, die mich beauftragt haben“, schrieb Infosecsellout und fachte dann die Gerüchteküche an: „Ja, ich werde dafür bezahlt (Hi Joanna)“. Die einzige bekannte Security-Expertin mit diesem Namen ist Joanna Rutkowska, die Entwicklerin des „unentdeckbaren“ Vista-Rootkits Blue Pill.

Die Gründerin des Invisible Things Lab mit Sitz in Warschau will davon jedoch nichts wissen: „Ich kenne diesen Typen überhaupt nicht und weiß nicht, was er meint. Meine Firma bezahlt niemanden dafür, Würmer zu schreiben“.

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