Fehler im Projekt-Management

Risiko-Management schützt vor gescheiterten Projekten

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Risikosteuerung statt Reduktion der Projektkomplexität

Anforderungen an Projekte sind in den Unternehmen häufig sehr vielschichtig. Technische und fachliche Anforderungen, eine Vielzahl an Stakeholdern oder umfangreiche Schnittstellen zu externen IT-Systemen müssen im Projektverlauf transparent gesteuert werden. Diese Anforderungen können oftmals nur durch Projekte mit sehr hoher Komplexität umgesetzt werden.

EY definiert fünf Schritte für die Risko-Analyse, die sich regelmäßig wiederholen lassen und sich bewährt haben.
EY definiert fünf Schritte für die Risko-Analyse, die sich regelmäßig wiederholen lassen und sich bewährt haben.
(Bild: EY)

Reduktionen dieser Komplexität zugunsten eines geringeren Risikos schmälern den Nutzen des gesamten Projekts, oder führen dazu, dass es länger dauert, bis der Projektnutzen realisiert werden kann. Kürzungen, die in der Planungsphase getroffen werden, haben Einfluss auf den Erfolg des gesamten Projekts und können in Budgetüberschreitungen, verfehlten Terminen, mangelhafter Qualität, einem geringeren Projektnutzen oder demotivierten Teams resultieren. Zusätzlich ergeben sich daraus negative Auswirkungen auf die geplanten Unternehmensziele.

Anstelle des Projektumfangs sollte das Risiko reduziert werden. Bereits während der Planungsphase können frühzeitig mögliche Risikobereiche oder einzelne Risiken identifiziert und im Hinblick auf ihre Eintrittsnähe analysiert werden. Die Organisation des gesamten Projekts kann sich so an den identifizierten Risikobereichen ausrichten.

Der Grad dieser Ausrichtung bestimmt den verbleibenden Anteil der Restrisiken. Durch die Analyse der Projektkomplexität kann eine projektbezogene „Weitsicht“ entwickelt werden, die es ermöglicht, frühzeitig Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dadurch ist das Management rasch in der Lage, die Risiken zu begrenzen.

Frühzeitiges Risiko-Management zahlt sich aus

Je früher ein Unternehmen in der Lage ist, die Organisation des Projekts auf die Risikobereiche auszurichten, desto höher ist die Chance, dass die Projektplanungen erfolgreich umgesetzt werden können. Werden die vorhersehbaren Risiken frühzeitig identifiziert, sind die Handlungsoptionen zur Risiko- und Schadensbegrenzung effektiv und aufwandsneutraler als zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt. Daher unterstützt ein ganzheitlicher Ansatz zur Risiko-Identifizierung und -Steuerung bereits vor Projektbeginn die Erreichung der Ziele.

Aber auch während der Projektdurchführung müssen die Einflussfaktoren und der Projektfortschritt stets mit den identifizierten Risiken abgeglichen werden. Fünf Schritte, die sich regelmäßig wiederholen lassen, haben sich dazu bewährt (siehe: Abbildung 2):

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