Fehler im Projekt-Management

Risiko-Management schützt vor gescheiterten Projekten

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Schritt 1: Analyse der Projektkomplexität und der vorhersehbaren Risiken

Ein detaillierter Überblick über mögliche Unsicherheiten im Projektumfeld sollte im Rahmen der Planungsphase geschaffen werden. Dabei ist zu überlegen, wie die entstehenden Risiken in der operativen Projektplanung berücksichtigt werden können. Langfristig werden Risiken so früher erkannt und können frühzeitiger gesteuert werden.

Schritt 2: Verbesserung der Team-Awareness zur Reduktion von Restrisiken

Damit Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden können, empfiehlt es sich, die Awareness für potenzielle Risiken im Team rasch zu verbessern. Trainings, Workshops und regelmäßige Diskussion über Risiken unterstützen dies.

Schritt 3: Weiterentwicklung der Organisation des Projektes, um vorhersehbare Risiken zu reduzieren

Die erlangten Kenntnisse zu möglichen Unsicherheiten sollten in der Projektorganisation Berücksichtigung finden. Dazu bietet es sich an, für die identifizierten Risiken Maßnahmen zur Schadensbegrenzung zu entwickeln oder detaillierte Rollen und Verantwortungen zu definieren , zum Beispiel Risikobearbeiter.

Schritt 4: Quantitative und qualitative Analyse der inhärenten Risiken

Auch die Risiken, die in der Planungsphase noch keinen direkten Einfluss auf das Projekt hatten, sollten stets im Fokus bleiben. Im Projektverlauf kann sich der Einfluss dieser Risiken auf das Projekt ändern. Welche Risiken bestehen, welche Eintrittsnähe und Eintrittswahrscheinlich diese haben, ist von Art und Umfang des Projekts abhängig und sollte regelmäßig überwacht werden.

Schritt 5: Maßnahmen zur Risikobegrenzung planen, steuern und durchführen

Den identifizierten Risiken sollten adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung gegenüberstehen. Aus den verschiedenen Maßnahmen sollen sich jedoch keine zusätzlichen Risiken ergeben. Daher ist es wichtig, den Überblick über diese Maßnahmen einerseits als auch ihre Auswirkungen auf die Projektziele andererseits zu behalten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen zum „richtigen“ Zeitpunkt ist erfolgskritisch.

* Dr. André Wiedenhofer ist Senior Manager EY Advisory Services.

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