Lacework expandiert nach Europa Rundumblick auf fragmentierte Cloud- und Containerlandschaften

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Der im kalifornischen San Jose beheimatete Cloud-Sicherheitsanbieter Lacework wird auch in der EMEA-Region aktiv und hierfür eine europäische Zentrale in Dublin sowie regionale Büros in Großbritannien, Frankreich und Deutschland aufbauen. Das Unternehmen ist auf datengetriebene Sicherheitstechnologie spezialisiert.

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Eine Cloud-Security-Lösung mit „revolutionärem“ Ansatz kommt nach Europa, die Schwachstellen im gesamten Umfang der Cloud- und Container-Umgebungen identifiziert.
Eine Cloud-Security-Lösung mit „revolutionärem“ Ansatz kommt nach Europa, die Schwachstellen im gesamten Umfang der Cloud- und Container-Umgebungen identifiziert.
(Bild: gemeinfrei© StockSnap / Pixabay )

Das sehr schnelle Wachstum Laceworks seit der Markteinführung im Jahr 2015 basiere auf einem Innovationsvorsprung, heißt es aus dem Unternehmen. Der Lacework Polygraph sei ein revolutionärer Ansatz, mit dem Sicherheit als Datenproblem angegangen werden könne. Mit Lacework sei es möglich, eine umfassende Sicht auf alle Entitäten (eindeutig identifizierbare, einzelne Informationsobjekte) über Applikationen, Anwender, Netzwerke, Container und Prozesse im Rechenzentrum hinweg zu erhalten. Dies ermögliche den schnellen Schutz von Code, Containern und Cloud, sodass die Entwicklung beschleunigt werde.

Investitionen in Zentrale, Regionalbüros, Personal

Die EMEA-Expansion folge auf einen durchgehenden Umsatzwachstum in acht aufeinanderfolgenden Quartalen sowie auf dem bislang erfolgreichsten Quartal (Q1 2021), unterstützt durch eine Finanzierung in Höhe von 525 Millionen US-Dollar durch Sutter Hill Ventures und andere führende Investoren im Januar.

Lacework will einiges in den Ausbau seiner EMEA-Aktivitäten investieren. Dazu gehören eine europäische Zentrale in Dublin, regionale Büros in Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie ein Rechenzentrum bei AWS in Frankfurt. Für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Customer Success in der Region wurden strategisch wichtige Personalentscheidungen getroffen, darunter die Ernennung von Ryan Sheldrake zum EMEA Field CTO. Darüber hinaus hat Lacework sein Führungsteam durch Mike Staiger als CFO und David Hatfield als CEO erweitert. Hatfield war zuvor President von Pure Storage. In acht Jahren führte er dieses Unternehmen von der Gründung bis zu einem Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar.

Für Bernd Mährlein, seit April dieses Jahres Area Director Central Europe, ist Lacework „ein ganz besonderes Unternehmen, das sich in einer sehr spannenden Phase des Wachstums und der Produktentwicklung befindet“. Lacework habe mit großem Einsatz eine fortschrittliche Plattform entwickelt, die für Anwender einfach zu handhaben sei und eine Automation der Cloud-Sicherheit im großen Maßstab ermögliche. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die sichere Cloud-Revolution zu starten.“

Automatisierte Cloud-Sicherheit

Die Sicherheits- und Compliance-Angebote von Lacework zielen auf Sicherheitsteams und Entwickler, die Lösungen in der Cloud bauen und bereitstellen. Mit Lacework sollen Organisationen die Herausforderungen wachsender Datenmengen bewältigen und fragmentierte Sicherheitsprodukte durch eine einfach zu handhabende Best-of-Breed-Plattform ablösen können.

Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf Ereignissen, die zur Laufzeit auftreten, damit Unternehmen Probleme identifizieren können, bevor sie sich in ihrer Cloud- oder Container-Umgebung ausbreiten.
Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf Ereignissen, die zur Laufzeit auftreten, damit Unternehmen Probleme identifizieren können, bevor sie sich in ihrer Cloud- oder Container-Umgebung ausbreiten.
(Bild: Lacework)

Mithilfe von Lacework sollen Unternehmen Cloud-Veränderungen in jeder Größenordnung besser erkennen und verstehen können, ohne manuelle Eingriffe oder die Definition von Regeln. Die Lösungen würden Sichtbarkeit, Kontextinformationen und Telemetrie bieten, damit Kunden schnell und an zentraler Stelle die Cloud Security Posture bewerten, Compliance nachweisen, Workloads schützen und Anomalien untersuchen könnten.

Lacework könne Bedrohungen in Cloud-Applikationen und -Infrastrukturen identifizieren und verstehen. Durch Einsatz von Machine Learning und Automation werden die immensen Sicherheitsdaten verarbeitet, die bei der Aufzeichnung und Analyse der dauernden Veränderungen in der Cloud anfallen. Im Ergebnis sollen Kunden so in der Lage sein, False Positives um bis zu 98 Prozent zu reduzieren und die für Nachforschungen benötigte Zeit um bis zu 90 Prozent zu senken. Zudem könnten Lacework-Kunden in der Regel zwei bis vier Punktlösungen verabschieden, was zu vereinfachten Umgebungen und einem überzeugenden ROI beitrage.

Ein Partner-Ökosystem soll Kunden bei Implementierung und Management der Sicherheit in dynamischen Cloud-Umgebungen unterstützen. Das Unternehmen will dementsprechend seine Channel- und Technologiepartnerschaften in EMEA weiter ausbauen. Vor kurzem wurde bereits die Zusammenarbeit mit dem IT-Lösungs- und -Services-Partner MBA IT bekanntgegeben. Guy Brandon, CEO und Gründer von MBA IT, hält die Plattform von Lacework für einzigartig unter den Angeboten von Cloud-Sicherheitsanbietern. Sie schütze nicht nur Container-Workloads, sondern auch die Cloud-Infrastruktur, auf der sich die Container befinden. Durch Tool-Konsolidierung und Automation der Sicherheitspolicy werde das Management vereinfacht und ein überzeugender ROI erzielt, unabhängig von AWS, GCP oder Azure. „Lacework hat hier einen echten Vorsprung und wir freuen uns darauf, zusammen noch mehr Kunden bei der Vereinfachung ihrer Cloud-Sicherheit zu helfen.“

Die Lacework Cloud Security Platform wird As-a-Service angeboten und bietet Bedrohungsidentifikation von der Build- bis zur Laufzeit, verhaltensbasierte Erkennung von Anomalien sowie Cloud-Compliance über AWS-, GCP-, Azure- und Kubernetes-Services, Workloads und Container hinweg. Kunden könnten so ihre Kosten und Risiken senken und unnötige Aufwände, Regel-Definitionen und ungenaue Alarme eliminieren.

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