Vordefinierte Benutzerkonten und Initialkennwörter
SAP-Standardbenutzer als Angriffsvektor

Von Thomas Joos 7 min Lesedauer

Standardbenutzer wie SAP*, DDIC, EARLYWATCH, TMSADM und SAPCPIC sind bei Installation, Mandantenanlage oder Systemkopie vordefiniert. Bleiben ihre Initialkennwörter unverändert oder werden die Konten nach Kopien nicht gesperrt, öffnen sie direkte Zugriffspfade. Angreifer kennen diese Eigenschaften seit Jahrzehnten und prüfen sie automatisiert, sobald ein SAP-System erreichbar ist.

Bereits bei Installation, Mandantenanlage oder Systemkopie liegen in SAP feste Konten und bekannte Zustände vor. Ohne gezielte Absicherung öffnen sie gefährliche Angriffspfade.(Bild: ©  Ronny - stock.adobe.com)
Bereits bei Installation, Mandantenanlage oder Systemkopie liegen in SAP feste Konten und bekannte Zustände vor. Ohne gezielte Absicherung öffnen sie gefährliche Angriffspfade.
(Bild: © Ronny - stock.adobe.com)

Die Benutzerverwaltung steuert den initialen Zugriff auf ein SAP-System. Vordefinierte Benutzerkonten und Initialkennwörter erlauben unmittelbare Anmeldungen, wenn sie nach Installation, Mandantenanlage oder Systemkopie unverändert verbleiben. Angriffe beginnen häufig mit der Nutzung bekannter Konten, noch bevor Schwachstellen in Anwendungen, RFC-Schnittstellen oder Berechtigungsobjekten relevant sind. Daher sollten sich SAP-Admins diese Konten genau anschauen.