Bezahl-App von Valuephone und Deutsche Post Zahlungsdienste

Sicheres Mobile Payment ohne NFC ab Mai

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Zweigeteilter Bezahlvorgang an der Kasse

Mit der traditionellen IT-Sicherheitsarchitektur der Lösung wird der Zahlvorgang an der Kasse technologisch in zwei separate Teile getrennt, um das Sicherheitsniveau zu erhöhen. Jede Transaktion durchläuft immer die voneinander getrennten, aber sich gegenseitig ergänzenden Systeme beider Anbieter. Diese Trennung entspricht den Prozessen der bargeldlosen Kartenzahlung.

Dabei übernimmt die Valuephone GmbH die Rolle des „Mobile Payment Service Enabler“, der die Kommunikaktion zwischen dem Handy des Kunden und der Kasse im Supermarkt steuert. Die DPZ fungiert derweil als „mobile payment service provider“, der die technischen Prozesse zwischen dem Kundenkonto – also den Zahlungsverkehr mit Debit- und Kreditkartenkonten – und dem Handel abwickelt.

Nach Autorisierung durch den Kunden über die Valuephone-Plattform wird der Zahlungsvorgang durch die DPZ durchgeführt, d.h. das Geld beim Verbraucher abgebucht und an den Einzelhandel überwiesen. Als Zahlungsinstitut im Sinne des ZAG (Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz) hat sich die DPZ auf die Autorisierung von Zahlungen mit neuen Zahlungsmedien sowie deren Inkasso spezialisiert.

Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Post AG übernimmt dabei alle Abrechnungsdienstleistungen und das Forderungsmanagement. Sie verantwortet den Lastschrifteinzug und das komplette Mahnwesen, verwaltet Kundendateien und stellt den Händlern die notwendigen Abrechnungsinformationen zur Verfügung.

Mobile-Payment-App unterliegt Sicherheitsstandards

Als Zahlungsinstitut steht die DPZ unter der Aufsicht der BaFin und der Bundesbank. Entsprechend hohe Anforderungen werden an die Produktentwicklung im Zahlungsverkehr und an die Sicherheit der Kundendaten gestellt, unterstreicht Heinz Frankowski, Account Director der Deutsche Post Zahlungsdienste GmbH: „Von der Produktentwicklung bis hin zum ersten Marktstart und darüber hinaus unterliegen die technischen Lösungen und organisatorischen Prozessen der DPZ höchsten Sicherheitsstandards.“

Die Einhaltung derselben stellten die gesetzlichen Aufsichtsbehörden sicher. „Unsere zusammen mit Valuephone entwickelte Payment-Lösung wird damit entscheidend zur Akzeptanz und zum Durchbruch von Mobile Payment in Deutschland beitragen“, glaubt Frankowski. Stefan Krueger, Geschäftsführer der Valuephone GmbH, betont: „Wir wollen mobiles Bezahlen in Deutschland sicher machen. Ich freue ich mich sehr über die Kooperation mit der Deutschen Post, die so im Markt einmalig ist“.

Durch die Aufgabenteilung bleiben die etablierten Prozesse auf Seiten des Handels und der Kreditinstitute bestehen. Denn für die gemeinsame Lösung reicht die existierende Peripherie des Einzelhandels aus – Investitionen in neue Hardware am Point of Sale (POS) sind also nicht nötig. Da der Einzelhandel keine kartenbasierte Terminal-Infrastruktur in seine Kassensysteme einbinden muss, ist er auch nicht von dem unflexiblen System der Kartenzahlung abhängig.

Die Kosten der Mobile Payment-Lösung sind für den Handel nicht höher als beim Bezahlen mit einer EC-Karte. Außerdem sind keine weiteren Partner aus Telekommunikation oder Netzbetrieb notwendig. Und auch für die Verbraucher entstehen außer Verbindungskosten für den Internetzugang entsprechend dem Tarif des eigenen Mobilfunkvertrages keine zusätzlichen Kosten.

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