Schwachstellen in Wärmepumpen aufgedeckt Forscher entdecken hardcodierte Passwörter in Wärmepumpen-Firmware

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Viele Wärmepumpen verfügen über eine Verbindung zum Internet. Das birgt natürlich Sicherheitsgefahren. Forscher von Alpha Innotec- und Novelan-Wärmepumpen haben verschiedene Schwachstellen identifiziert, weil teilweise Passwörter direkt in der Firmware der Geräte gespeichert sind.

Forscher bei Check Point haben über die Security-Suchmaschine Shodan fast 50 Wärmepumpen identifiziert, auf die Zugriffe direkt über das Internet möglich waren.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Forscher bei Check Point haben über die Security-Suchmaschine Shodan fast 50 Wärmepumpen identifiziert, auf die Zugriffe direkt über das Internet möglich waren.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Bei verschiedenen Wärmepumpen sind anscheinend Passwörter für den Zugriff direkt in der Firmware hardcodiert. Aktuell sind noch keine aktiven Angriffe bekannt, die Hersteller wurden bereits auf die Problematik hingewiesen. Zwei Hersteller haben das Problem (CVE-2024-22894) behoben, allerdings nicht bei allen bereits verbauten Wärmepumpen.

Über Shodan lassen sich aktuell bereits fast 50 offen zugängliche Wärmepumpen finden

Die Forscher bei Innotec- und Novelan haben über die Security-Suchmaschine Shodan fast 50 Wärmepumpen identifiziert, die direkt über das Internet offen waren. Angreifer können daher unproblematisch auf die Wärmepumpen zugreifen, wenn die Besitzer die Updates nicht eingespielt haben. Besitzer von Wärmepumpen sollten bei ihrem Hersteller nachfragen, ob sie von dem Problem betroffen sind und sicherstellen, dass die notwendigen Updates installiert sind. Außerdem sollte sichergestellt sein, dass die Wärmepumpen nicht direkt mit dem Hausnetz verbunden sind. Experten empfehlen eine Mikro-Segmentierung, damit sichergestellt ist, dass von Wärmepumpen keine Gefahr für andere Geräte im Netzwerk ausgeht.

Hausbesitzer mit Wärmepumpen sollten sich mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen

Verbinden Hausbesitzer ihre Wärmepumpe mit dem Internet, bauen sie damit eine Internet-of-Things-Infrastruktur (IoT) mit allen Risiken auf. Hier sollte sichergestellt sein, dass die Geräte sicher betrieben und regelmäßig aktualisiert werden. Außerdem sollten Unternehmen, die Wärmepumpen installieren, sich ebenfalls mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen und Hausbesitzer darüber informieren, dass es Schwachstellen geben könnte. Hersteller von Wärmepumpen müssen in Zukunft sicherstellen, dass die Geräte nicht angreifbar sind, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Anzahl der betriebenen Wärmepumpen ständig ansteigt.

(ID:49978422)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung