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Schwachstelle in Linux und BSD Stack Clash Sicherheitslücke ermöglicht root-Zugriff

Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Qualys hat eine neue Schwachstelle in Unix-basierten Systemen entdeckt, die auch BSD, Solaris und Linux betrifft. Angreifer können damit ihre Rechte ausweiten und auf dem System mit root-Rechten arbeiten. Updates sind verfügbar und sollten schnellstens installiert werden.

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Die Stack Clash Schwachsteller erlaubt es lokalen Angreifern, sich auf Linux, BSD und Solaris-Systemen weitreichende root-Rechte zu verschaffen.
Die Stack Clash Schwachsteller erlaubt es lokalen Angreifern, sich auf Linux, BSD und Solaris-Systemen weitreichende root-Rechte zu verschaffen.
(Bild: pixabay / CC0 )

Nachdem zuletzt Probleme in sudo gefunden wurden tritt nun erneut ein Problem in einer Linux-Funktion auf, mit der eigentlich der Zugriff auf root-Rechte verwehrt werden soll. Es geht um die Stack Guard Page. Diese ist Teil von Unix-artigen Betriebssystemen wie Linux oder BSD. Sie soll eigentlich dafür sorgen, dass sich Nutzer nicht mit Hilfe einer Schwachstelle weitreichende root-Rechte verschaffen können.

Forscher von Qualys haben nun genau hier eine Schwachstelle gefunden. Die Stack Clash genannte Lücke umfasst sieben Exploits und sieben Proof-of-Concepts, mit denen sich diese Schwachstelle ausnutzen lässt. Die Hauptattacke benötigt lediglich wenige Kilobyte. Die Beispielattacken zielen auf das Ausweiten lokaler Privilegien – ein Angreifer, der auf dem lokalen System eine solche Attacke durchführen kann, hat effektiv root-Rechte.

Ziele und Abwehr

Qualys hat grundsätzlich „nur“ lokale Exploits entwickelt. Das Unternehmen ist sich nicht sicher, ob sich die Angriffe aus der Ferne nutzen lassen. Dennoch lässt sich die Lücke natürlich mit anderen kombinieren. Eine Attacke, etwa über offene Telnet-Ports bietet das notwendige Sprungbrett, um sich weitreichende Rechte zu verschaffen. Genau das ist gefährlich – oft werden Updates für Schwachstellen, mit denen sich vermeintlich nur niedrige lokale Zugriffsrechte verschaffen lassen auf die lange Bank geschoben.

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Betroffen sind laut Qualys sämtliche Unix-basierten Systeme, also auch alle Linux-Distributionen sowie BSD und Solaris, egal ob 32- oder 64-Bit-Systeme. Möglicherweise sind andere Architekturen ebenfalls verwundbar.

Die Idee einer solchen Attacke ist nicht neu, erfolgreiche Angriffe wurden bereits 2005 und 2010 gezeigt. Die aktuelle Schwachstelle sollte in den meisten Distributionen bereits gepatcht sein, Updates sollten schnellstmöglich installiert werden.

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 Moritz Jäger

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IT Journalist