Ortung darf nicht der Mitarbeiter-Überwachung dienen

Standortdaten als Sicherheitsfaktor richtig nutzen

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Ortung und Auswertung klar begrenzen

Der Schutz der Privatsphäre des Nutzers erfordert die Beschränkung der Ortung auf die tatsächliche Arbeitszeit. Die Auswertung der Positionsdaten muss sich zudem auf den Zweck der Datenerhebung begrenzen, also auf die Steigerung der Gerätesicherheit bei Zugangskontrolle und möglichem Geräteverlust.

Eine heimliche Leistungs- und Verhaltenskontrolle des Nutzers auf Basis der Positionsdaten darf nicht geschehen. Abgesehen von den rechtlichen Aspekten sollte man bei auch nicht außer Acht lassen, dass das Vertrauensverhältnis unter derartigen Aktivitäten leidet.

Ortung nur innerhalb definierter Grenzen

Unternehmen, die Standortdaten ihrer Geräte und damit auch der Nutzer auswerten wollen, um die Endgerätesicherheit zu steigern, sollten also

  • ihren betrieblichen Datenschutzbeauftragten vorab einbeziehen,
  • sich mit der Mitarbeitervertretung abstimmen und eine Betriebsvereinbarung abschließen,
  • die Nutzer ausführlich über den Umfang und den Zweck der Ortung unterrichten,
  • die Zeitdauer der Ortung auf die Arbeitszeit des Nutzers beschränken,
  • die Auswertung der Standortdaten rein zweckgebunden durchführen und
  • die Standortdaten nach Zweckerfüllung löschen.

Im zweiten Teil dieses Beitrags erfahren Sie an konkreten Lösungsbeispielen, wie die Ortung und Standortdaten jeweils die Endgerätesicherheit verbessern können, aber auch worauf aus Sicht des Datenschutzes bei Einsatz einer solchen Lösung geachtet werden muss. Schließlich soll der Schutz der Gerätedaten nicht zu einer Gefährdung der Beschäftigtendaten führen.

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