Update: Deal wird bald unterzeichnet Zukunft von TikTok in den USA ist ausgehandelt

Aktualisiert am 25.09.2025 Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Ein US-Gesetz mit klaren Vorgaben sah das Aus von TikTok in den USA vor. Doch Präsident Donald Trump verhinderte dies Anfang des mit einem Erlassn Nun wurde ein Deal ausgehandelt.

Das US-Geschäft von TikTok soll mehrheitlich amerikanischen Investoren gehören. Auch auf den Algorithmus soll das chinesische Unternehmen hinter TikTok, Bytedance, keinen Einfluss mehr haben.(Bild:  Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com)
Das US-Geschäft von TikTok soll mehrheitlich amerikanischen Investoren gehören. Auch auf den Algorithmus soll das chinesische Unternehmen hinter TikTok, Bytedance, keinen Einfluss mehr haben.
(Bild: Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com)

Einmal aus – und dann wieder an: Für die mehr als 170 Millionen US-Nutzer von TikTok war Anfang des Jahres 2025 eine Achterbahnfahrt. Damals hieß es, dass ohne einen Eigentümerwechsel die Video-App laut einem US-Gesetz auf Dauer keine Zukunft in den USA haben werde. Denn Behörden fürchteten, dass die App für Spionage und Einflussnahme durch die chinesische Regierung genutzt werden könnte. Ein Gesetz gab ursprünglich eine Frist von 270 Tage für einen Eigentümerwechsel vor. Doch schon an seinem ersten Tag als US-Präsident hat Trump der Video-App per Dekret mehr Zeit bis zu einem Aus in den USA zugesichert. Nun – acht Monate später – wurde ein Deal ausgehandelt, der die Zukunft von TikTok in den USA sichern soll.

So sieht der Deal zwischen Bytedance und den USA aus

Die Vereinbarung über das US-Geschäft von TikTok soll nach Angaben des Weißen Hauses voraussichtlich in den kommenden Tagen unterzeichnet werden. „Wir sind zu 100 Prozent überzeugt, dass der Deal jetzt steht, und dieser Deal muss nur noch unterschrieben werden“, sagte Sprecherin Karoline Leavitt dem TV-Sender Fox News.

Das US-Geschäft werde mehrheitlich amerikanischen Investoren gehören, sagte Leavitt. Um „Daten und Privatsphäre“ werde sich der Software-Riese Oracle kümmern. Laut Medienberichten soll der Oracle-Konzern, hinter dem Trump-Unterstützer Larry Ellison steht, auch unter den Besitzern des US-Geschäfts von TikTok sein. Als weitere nannte das „Wall Street Journal“ jüngst die Finanzinvestoren Silver Lake und Andreessen Horowitz. Dem Bericht zufolge sollen die bisherigen Investoren rund 20 Prozent der Anteile behalten. Auf den Betrieb der Kurzvideo-App außerhalb der USA - etwa in Deutschland - dürfte die Abtrennung des US-Geschäfts keine Auswirkungen haben.

Wie kam es dazu, dass TikTok Anfang des Jahres offline ging?

Von vielen Kritikern und Datenschützern wird TikTok in den USA als Tochter des in China ansässigen Bytedance-Konzerns nach wie vor als Sicherheitsrisiko gesehen. Politiker und Experten warnen davor, dass die chinesische Regierung auf Daten von Amerikanern zugreifen und die öffentliche Meinung manipulieren könnte. Der US-Kongress beschloss deshalb ein Gesetz, nach dem sich Bytedance binnen 270 Tagen von TikTok trennen oder ein Aus der App in den USA in Kauf nehmen muss. Diese Frist lief am Sonntag, den 19. Januar 2025, ab. TikTok zog vorsorglich schon kurz davor den Stecker, was bei den mehr als 170 Millionen US-Usern dafür sorgte, dass sie die App nicht mehr nutzen konnten – bis Trump sie per Erlass wieder aktivierte.

Algorithmus „von Amerika“ kontrolliert

Ein zentraler Streitpunkt war in den vergangenen Jahren der Algorithmus, der entscheidet, welche Videos den Nutzern als Nächste angezeigt werden. In den USA wurde neben Datenschutz-Bedenken oft die Sorge geäußert, die chinesische Regierung könnte über diese Software die öffentliche Meinung manipulieren. TikTok und Bytedance weisen das zurück – aber in dem US-Gesetz wurde ausdrücklich festgeschrieben, dass weder die chinesische Regierung noch der bisherige Mutterkonzern Kontrolle über den Algorithmus haben dürfen.

Einige TikTok-Kritiker in den USA hatten davor gewarnt, den bisherigen Empfehlungsalgorithmus nach der Übernahme des US-Geschäfts weiterzuverwenden. Leavitt sagte nun, der Algorithmus werde „von Amerika“ kontrolliert werden. Das lässt die Möglichkeit offen, dass die bisherige Software weiterhin zum Einsatz kommt.

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