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Web-Sicherheit

URL-Filterung sinnvoll einsetzen

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Nutzerfreundlichkeit ist das A und O

Wie für jede Software im Bereich IT-Sicherheit gilt für den URL-Filter, dass er möglichst anwenderfreundlich sein sollte. Dies gilt in Bezug auf die erstmalige Implementierung ebenso wie auf den täglichen Einsatz.

Insbesondere Mitarbeiter eines Unternehmens sollten durch URL-Filter nicht in ihrer Arbeit eingeschränkt werden, beispielsweise durch lange Ladezeiten. Wer einen cloudbasierten URL-Filter anwendet, sollte also sichergehen, dass die Rechenzentren hinter der Cloud ausreichend Kapazitäten haben, damit der Nutzer keinerlei Verzögerung bemerkt.

Nutzerfreundlichkeit bedeutet auch, dass Mitarbeiter eine Rückmeldung erhalten, wann und warum eine Seite blockiert wird, um unnötige Anrufe beim IT-Support zu vermeiden. Moderne URL-Filter können sehr granular eingestellt werden, sodass beispielsweise Shopping-Websites von 12:00 bis 13:00 Uhr erlaubt, den Rest des Tages aber gesperrt sind. Ein Pop-Up mit einer freundlichen Benachrichtigung im Fall einer geblockten Verbindung, kann Mitarbeitern die Unternehmensrichtlinien ins Gedächtnis rufen und entlastet die IT-Abteilung.

URL-Tools der höheren Kategorie bieten für diesen Fall vorgefertigte Nachrichten oder Templates, die mit individuellen Texten versehen werden können. Darüber hinaus sollten URL-Filter Black- und Whitelists für unterschiedliche Kategorien bieten, die an die Unternehmensbedürfnisse angepasst werden können. Idealerweise sind die Kategorien gruppiert, beispielsweise nach Sicherheit, Konformität, Produktivität oder allgemeine Nutzung, um so sicherheitsbedenkliche oder produktivitätseinschränkende Kategorien mit einem Klick zu blockieren.

Besonders sinnvoll können URL-Filter eingesetzt werden, wenn sie sich je nach Nutzer, Nutzergruppe, Geräten, Standort oder Tageszeit unterschiedlich einstellen lassen. So können beispielsweise Auszubildende eine Gruppe bilden, deren Internetkonsum nach den gesetzlichen Vorschriften im Jugendschutz gesteuert wird.

URL-Filter als Multitalent

URL-Filter vereinen mehrere Vorteile: Sie helfen Unternehmen, sensible Daten auf allen Endgeräten zu schützen und so gesetzeskonform zu handeln. Darüber hinaus können sie den Internetkonsum der Mitarbeiter in geregelte Bahnen lenken und die Produktivität steigern.

Im Bereich Internet-Sicherheit sind URL-Filter neben Bausteinen wie Verschlüsselung, Berechtigungsmanagement oder Applikationskontrolle ein wichtiger Bestandteil im IT-Sicherheitskonzept eines Unternehmens. Da auch die digitale Kriminalität immer schnelllebiger und aggressiver wird, gilt der cloudbasierte URL-Schutz heute als die sicherste Option.

Über den Autor

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der IT-Branche gilt Otfried Köllhofer als Experte im Bereich Softwareentwicklung, Software Quality Management und IT-Security. Seit 2013 arbeitet er bei der CenterTools Software GmbH, zuletzt hat er das Produkt Web Security die Endpoint-Security-Lösung DriveLock integriert.

* Otfried Köllhofer ist Vice President of Product Management bei CenterTools.

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