Disaster Recovery nach einem Cyber-Angriff Wahl der richtigen Speichermedien für die schnelle Betriebs­wieder­herstellung

Ein Gastbeitrag von Tina Stielau & Stefan Utzinger* 3 min Lesedauer

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Zunehmende Cyberangriffe erfordern eine moderne, durchdachte Datensicherung, die dafür sorgt, dass eine Organisation nach einem Cyberangriff oder IT-Notfall schnellstmöglich wieder arbeitsfähig ist. Das Stichwort lautet schnelle Betriebswiederherstellung, damit nach einem Desaster-Fall die wesentlichen Betriebsabläufe schnellstens wieder funktionieren.

Datensicherung ist ein entscheidender Faktor bei der Verteidigung gegen Cyberangriffe – aber wohin mit den Backup-Daten?(Bild:  ©anyaberkut, Getty Images via Canva.com)
Datensicherung ist ein entscheidender Faktor bei der Verteidigung gegen Cyberangriffe – aber wohin mit den Backup-Daten?
(Bild: ©anyaberkut, Getty Images via Canva.com)

Eine Backup-Software zur punktuellen Wiederherstellung von Files oder Datenbanken allein reicht schon lange nicht mehr aus, um die Organisation vor Datenverlust zu schützen. Die Datensicherung muss ganzheitlich geplant und gemanagt werden. Optimal eignet sich eine Komplettlösung zur Datensicherung, die von der strategischen Beratung bis zum Betrieb alles abdeckt.

Organisationen können auf Basis der Beratung und Analyse der wichtigsten Betriebsprozesse ein Backup-Konzept und einen Disaster-Recovery-Plan als solide Basis für die Implementierung der Backup-Lösung erstellen. Empfehlenswert ist es, mit der strategischen Analyse der Geschäftsprozesse zu starten und Backup-Experten zu Rate zu ziehen, damit die Datensicherung von Anfang an richtig geplant, aufgesetzt und gemanagt wird. Die Backup-Experten kalkulieren eine Sicherungsstrategie unter Berücksichtigung strategischer, kaufmännischer und technischer Aspekte: Wie entwickelt sich das Datenwachstum? Welche Kosten entstehen? Welche Daten sind geschäftskritisch und müssen im Ernstfall als erstes wieder in welchem Zeitrahmen verfügbar sein?

Anhand dieser Überlegungen können die Verantwortlichen entscheiden, welche Backup-Prozesse und Speichermedien eine gute Wahl sind. Die Kombination verschiedener Speichermedien kann nicht nur in puncto Sicherheit sinnvoll sein, sondern auch im Hinblick auf Kosteneinsparungen und Wiederherstellungszeiten.

In vielen Unternehmen kommen immer noch Festplatten oder Tapes zum Einsatz. Weniger genutzt werden, nach Erfahrung der NovaStor-Experten aus Kostengründen, SSDs als Speicherziele. Mit SSDs gäbe es Möglichkeiten, wie beispielsweise Instant Recovery, also das Starten einer virtuellen Maschine direkt aus dem Backup – ohne große Performance-Einbrüche. Und die Daten werden allgemein schneller gelesen, was dazu führt, dass auch eine Wiederherstellung deutlich schneller wäre, sodass ein Dienst nach einem Ausfall wieder schneller verfügbar ist. Das kann bei ganz kritischen Maschinen wichtig sein, deren Ausfall pro Stunde mehrere Tausend Euro kosten kann. Da zählt im Notfall jede Minute.

Eine Kombination aus den verschiedenen Speichermedien ist meist am geeignetsten.

Ein anderes Beispiel: Cloud-Backup ist in vielen Unternehmen angekommen, und da scheint es selbstverständlich, die Cloud zur Datensicherung und Archivierung einzusetzen. Aber: Das Datenwachstum setzt sich nahezu unbegrenzt fort. Und längerfristig betrachtet, kann das teuer werden, wenn die Datenmenge nicht ständig optimiert wird. Die Cloud ist gut geeignet, wenn häufig und kurzfristig auf ein Archiv zugegriffen werden muss, beispielsweise auf Daten der letzten sechs Monate.

Stefan Utzinger, Geschäftsführer NovaStor GmbH.(Bild:  NovaStor)
Stefan Utzinger, Geschäftsführer NovaStor GmbH.
(Bild: NovaStor)

Bandlaufwerke eignen sich dagegen für die kostengünstige, langfristige Speicherung von beliebigen Daten über lange Zeiträume – etwa die für Geschäftsdaten gesetzlich geforderten zehn Jahre. Sicherungen auf Tape punkten bei der Datensicherheit, senken die Kosten für Datenarchive und sind besonders kosteneffizient, zukunftsfähig und langlebig. Daher lohnt es sich zu überlegen, auf welche Daten greife ich häufiger zu und welche Daten werden über lange Zeiträume archiviert und wenig genutzt? Eine Kombination aus den verschiedenen Speichermedien ist meist am geeignetsten.

Tina Stielau, Head of Marketing NovaStor GmbH.(Bild:  NovaStor)
Tina Stielau, Head of Marketing NovaStor GmbH.
(Bild: NovaStor)

Im Ernstfall muss die schnelle Betriebswiederherstellung gewährleistet werden – um nichts Anderes geht es. Der Weg zum erfolgreichen Disaster-Recovery-Management muss nicht teuer, aufwändig oder komplex sein: Mit der richtigen Backup-Strategie, der überlegten Wahl der Speichermedien und der richtigen Implementierung der Datensicherung kann diese größtenteils automatisiert und kosteneffizient laufen.

* Die Autoren: Stefan Utzinger, Geschäftsführer NovaStor GmbH, und Tina Stielau, Head of Marketing NovaStor GmbH.

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