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Misstrauen zahlt sich manchmal aus
Derart manipulierte Links werden gerne über so genannte Fake Accounts verbreitet. Diese falschen Identitäten bzw. Profile werden eigens angelegt, um die Machenschaften von Cyber-Kriminellen gezielt zu unterstützen.
Noch effizienter können Bilder, Links oder Videos mit gefährlichen Inhalten unters Volk gebracht werden, wenn Profile von gut verlinkten und tatsächlich existierenden Personen gehackt und missbraucht werden. Warum sollten dessen Kontakte schließlich Verdacht schöpfen und dem vermeintlich interessanten Tipp eines Freundes nicht folgen?
So häuften sich in den vergangenen Wochen Meldungen über zweifelhafte Links, die über kompromittierte Nutzerkonten Verbreitung fanden. Aufschlussreich kann im Zweifel schon ein Blick auf die Zieladresse sein, die zum Beispiel der Internet Explorer links unten anzeigt, sobald man mit der Maus über den Link fährt.
Auch hinter vermeintlich interessanten Bildern und Grafiken sowie in Web-Werbung kann ein manipulierter Link stecken, der auf eine schädliche Seite oder Script führt. Daneben häufen sich Vorfälle, in denen so genannte Apps als Virenschleuder missbraucht werden. Dies ist kaum verwunderlich, hält der Markt doch allein mehr als 70.000 twitterspezifische Anwendungen bereit.
Täglich kommen hunderte neue praktische Applikationen hinzu, was das Angriffsrisiko potenziert. Die Übeltäter hacken dazu legitime Apps und erweitern sie um Schadcode. Beim Downloaden oder Aktivieren der App wird der schädliche Programmcode auf den Rechner des Anwenders eingeschleust, etwa über unsichere Stellen im Webbrowser.
Seite 4: Technische Rafinesse und menschliche Schwächen
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