Update: Prorussische Hacker bekennen sich zu Angriffen Websites der bayerischen Staatsregierung attackiert

Aktualisiert am 28.02.2025 Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Am 13. Februar waren die Internetseiten der Staatsregierung und des Digitalministeriums in Bayern nicht erreichbar. Nun steht fest: Es war ein Hackerangriff. Dahinter steckt ein prorussisches Hackerkollektiv, das über Telegram aktiv zur Mithilfe aufgerufen haben soll.

Die Website der Bayerischen Staatskanzlei im Münchener Hofgarten war einen Tag vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz nicht mehr zu erreichen.(©  allessuper_1979 – stock.adobe.com)
Die Website der Bayerischen Staatskanzlei im Münchener Hofgarten war einen Tag vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz nicht mehr zu erreichen.
(© allessuper_1979 – stock.adobe.com)

Die Staatsregierung in Bayern ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Man gehe mit hoher Sicherheit davon aus, dass die Attacke im Zusammenhang mit „prorussischem Hacktivismus“ stehe, teilte das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik der Deutschen Presseagentur auf Nachfrage mit.

Betroffen gewesen seien am Donnerstag die Staatskanzlei und das Staatsministerium für Digitales. Jüngste Recherche zeigen, dass auch der Bundesfinanzhof von dem Angriff betroffen ware. Es sei aber kein Schaden entstanden und es seien auch keine Daten oder Informationen abgeflossen oder verschlüsselt worden. Die betroffenen Webseiten seien lediglich vorübergehend nicht erreichbar gewesen. Das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erklärte, es habe sich um einen sogenannten Distributed Denial-of-Service-Angriff (DoS) gehandelt. Der Vorgang werde nach abgeschlossener Analyse zur Strafverfolgung an die Polizei übergeben.

Russische Hacker bekennen sich zum Angriff

Wie BR24 berichtet, habe sich ein prorussisches Hackerkollektiv namens „NoName057(16)“ über den Messengerdienst Telegram zu dem Cyberangriff bekannt. Das Bayerische Landeskriminalamt bestätigte zudem, dass sich der Verdacht gegen die Gruppe erhärtet habe. Laut BR hätten die Hacker andere Telegram-Nutzer dazu aufgerufen, sie bei den DoS-Attacken zu untersützen. Dafür reiche es aus, ein Computerprogramm zu installieren, um Webseiten zu überlasten, habe es auf Telegram geheißen. Technisches Know-how sei nicht gefordert. Im Gegenzug für ihre Hilfe hätten die Cyberkriminellen den Telegram-Nutzern Auszahlungen in einer digitalen Währung versprochen.

Vom Landeskriminalamt in Bayern hieß es, es könnte nicht beurteilt werden, ob der Angriff im Zusammenhang mit der Münchner Sicherheitskonferenz gestanden habe, die vom 14. Februar bis 16. Februar 2025 stattfand. Mehrere Kanäle der Telegram-Gruppe sind BR 24 zufolge mittlerweile offline. Die Ermittlungen laufen noch an.

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