Sichere Technologien innerhalb eines Unternehmens sind nicht nur für die allgemeine Sicherheit, sondern auch für Arbeitnehmer wichtig. Denn: Mit höchsten Sicherheitsstandards können wir ihnen den emotionalen Druck nehmen, selbst für den Schutz der Information zuständig zu sein.
Sichere Kommunikation ist auch Aufgabe des Mitarbeiters. Um jedoch den Druck zu verringern, können sichere Tools behilflich sein.
Der Drang zu kommunizieren ist in der menschlichen Natur genauso tief verwurzelt wie das Atmen. Egal ob verbal, nonverbal oder paraverbal: Der Austausch von Informationen kennt fast keine Grenzen und dank moderner Telekommunikationstechnologien lässt sich der persönliche Kontakt auch über große Distanzen oder Zeitzonen hinweg problemlos aufrechterhalten. Durch die voranschreitende Digitalisierung, die die Kommunikation durch smarte Messaging-, Konferenz- und Kollaborationstools unterstützt, haben sich allerdings auch Probleme einer völlig neuen Dimension herauskristallisiert: Sind die genutzten Technologien tatsächlich vertrauenswürdig? Und werden Sicherheitslücken dadurch eventuell sogar verstärkt?
Vor 25 Jahren war die Arbeitswelt noch eine völlig andere und von einem gigantischen Wandel, wie die Digitalisierung ihn mit sich brachte, sprach noch niemand. Die Büros dieser Welt waren vom Klackern zahlreicher Schreibmaschinen erfüllt, denn so etwas wie ein Computer stand längst noch nicht als Arbeitsgerät für die breite Masse zur Verfügung. War ein Brief fertig, dessen Erstellung auf diese Weise deutlich länger brauchte, wurde er manuell in einen Briefumschlag geschoben, um ihn per Post zu versenden – oder, wenn das Unternehmen bereits etwas fortschrittlicher war, verschickte man ihn per Fax. Telefone gab es natürlich auch schon. Für Gespräche ins Ausland wurden die jedoch weniger gerne genutzt. Erschwingliche Auslandsflatrates kamen erst später auf und so war die berufliche Kommunikation meist aufs Inland beschränkt.
Inzwischen ist die moderne Kommunikation agil und geräteübergreifend aufgestellt. Doch was bedeutet das für Arbeitnehmer? Die Generation Z ist in der Welt der Technik aufgewachsen, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie digitalen Lösungen offen gegenüberstehen. Tool-interne Funktionen wie Gruppenchats, Video-Konferenzen und die Möglichkeit, Dokumente direkt zu teilen oder zu bearbeiten, haben sie sich innerhalb kürzester Zeit zunutze gemacht. Das ist besonders für dezentral aufgestellte Firmen, die Mitarbeiter an verschiedenen Standorten oder im Homeoffice beschäftigen, äußerst nützlich. Doch es gibt einen Haken: Viele Plattformen, die eine digitale Kommunikation unterstützen, sind nicht vor Bedienungsfehlern gefeit. Dass eine E-Mail beim falschen Adressaten landet, ist nicht ungewöhnlich, je nach Inhalt kann solch ein Fehler aber verheerende Folgen haben. Aus diesem Grund müsste das Unternehmen von jedem seiner Mitarbeiter fordern, jegliche Kommunikation oder Datenübermittlung mit penibelster Sorgfalt auszuführen – eigentlich. Denn eine solche Erwartungshaltung würde zu einem enormen emotionalen Druck seitens der Arbeitnehmer führen, was letztlich in noch mehr Fehlern resultiert. Noch gravierender ist allerdings die Tatsache, dass, egal wie gewissenhaft der Umgang mit unternehmensinternen Daten auch sein mag, es nicht zu 100 Prozent davor schützt, dass diese je in die falschen Hände geraten. Letztlich sind Informationen nämlich immer nur so sicher wie die Tools, die man für ihre Übermittlung nutzt.
Fakt ist: Je mehr Technologien hinzukommen, um eine maximale Effizienz zu erzeugen, desto unübersichtlicher wird die Kommunikation und desto mehr Fehlerquellen können entstehen. Durch die Digitalisierung und die parallele Bedienung aller Tools steigt der Druck auf diejenigen, die sie täglich nutzen (müssen) – nämlich die Arbeitnehmer. Vor allem die Corona-Krise hat dies deutlich gemacht, als sie von heute auf morgen hunderttausende Angestellte ins Homeoffice zwang. Unternehmen, die nicht bereits über ein sicheres Kommunikationskonzept verfügten, hatten schnell das Nachsehen: Einerseits bereiteten sie Hackern ein leichtes Spiel, andererseits waren die Mitarbeiter mit ihren Sorgen und Bedenken, was die Datensicherheit betrifft, größtenteils völlig alleingelassen.
Messaging Layer Security für sichere Kommunikation
Die Corona-Pandemie wird sicher nicht die letzte Krise gewesen sein. Allerdings braucht es nicht unbedingt einen globalen Ausnahmezustand, um durch unzureichende Sicherheit Geld in Millionenhöhe zu verlieren. Die Arbeitsgruppe der Internet Engineering Task Force (IETF) hat sich deshalb näher mit der Fragestellung auseinandergesetzt, wie die Kommunikation und der damit verbundene Datentransfer dauerhaft abgesichert werden können. Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde die Technologie der Messaging Layer Security (MLS) entwickelt. Sie könnte ein bedeutender Schritt nach vorne sein und verspricht eine verschlüsselte, flexible und sichere Kommunikation über verschiedene Endgeräte.
Anders als bei herkömmlichen Methoden werden versandte Informationen erst beim Empfänger wieder entschlüsselt. Dies garantiert einen wesentlich höheren Schutz, denn so wird verhindert, dass sich Dritte während des Übertragungsvorgangs zwischenschalten und ungesicherte Daten abgreifen, bevor diese überhaupt am anderen Ende der Leitung ankommen können. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stellt deshalb eine abhörsichere Lösung dar, die Unternehmen und politischen Organisationen jeglicher Art vor etwaigen Angriffen schützt. Abgesehen davon bietet MLS eine intuitive Oberfläche und kann von unbegrenzt vielen Mitarbeiter genutzt werden, was eine flexible Skalierung möglich macht. Besonders wichtig ist allerdings die Tatsache, dass sie durch ihre sichere Infrastruktur, die nur durch verifizierte Gruppenmitglieder genutzt werden kann, eine Fehlbedienung verhindert und dadurch einen maximalen Schutz der unternehmensinternen Daten garantiert. Das beruhigt nicht nur Arbeitgeber, sondern vor allem auch ihre Angestellten, die keine Angst mehr davor haben müssen, einen folgenschweren Fehler mit dem irrtümlichen Versenden einer Nachricht zu begehen. Das senkt einerseits den emotionalen Druck auf ein Minimum, was andererseits dazu führt, dass die Produktivität steigt und die verfügbaren Ressourcen voll und ganz in die tatsächliche Arbeit fließen können.
Stand: 08.12.2025
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