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Windows Server-Sicherung ersetzt NT Backup

Windows Server 2008 mit neuem On-Board Backup-Tool

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Sicherungen automatisch und manuell erstellen

Sicherungen können zum einen erstellt werden, indem mit dem „Assistenten für den Sicherungszeitplan“ die regelmäßige Ausführung von Sicherungen aktiviert oder mit dem „Assistenten für die Einmalsicherung“ eine einmalige Sicherung ausgeführt wird. Beide Assistenten können im MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung aufgerufen werden.

Zum anderen können Backups mit Hilfe des Wbadmin-Befehls an der Befehlszeile erstellt und verwaltet werden.

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Um beispielsweise eine Sicherung der Volumes F:\ und G:\ zu erstellen und auf dem Remote-Server Server04 im freigegebenen Ordner „Backup“ zu speichern, ist folgender Befehl einzugeben:

wbadmin start backup -backupTarget:\\server04\backup-include:f:,g:

Ausführliche Hinweise zur Nutzung und Syntax des Wbadmin-Befehls liefert Microsoft in der Befehlszeilenreferenz.

Das Serverbetriebssystem wiederherstellen

Während die Wiederherstellung einzelner Dateien oder Ordner aus einer Sicherung sehr einfach im laufenden Serverbetrieb mit dem Wiederherstellungs-Assistenten im Snap-In Windows Server-Sicherung oder auch mit dem Befehl „Wbadmin start recovery“ erfolgen kann, ist die Wiederherstellung des Serverbetriebssystems nicht mit den genannten Werkzeugen möglich.

Zur Wiederherstellung des Betriebssystems bzw. eines vollständigen Servers wird neben dem zuvor mit Windows Server-Sicherung erstellten Backup auch der Windows Setup-Datenträger benötigt, da Zugriff auf die Systemwiederherstellungsoptionen in der Windows-Wiederherstellungsumgebung erforderlich ist.

Zur Durchführung einer Wiederherstellung ist im Assistenten für die Windows-Installation, der nach dem Booten mit der Windows Setup-DVD gestartet wird, zunächst die Option „Computer reparieren“ zu wählen. Setup durchsucht daraufhin die Festplattenlaufwerke nach einer vorhandenen Windows-Installation. Wenn das Betriebssystem auf separater Hardware wiederhergestellt wird, muss die Liste leer sein. Die Option „Windows Complete PC-Wiederherstellung“ startet anschließend einen weiteren Assistenten, der durch den Wiederherstellungsprozess führt und folgende Informationen anfordert:

  • Speicherort der zu verwendenden Sicherung
  • Ort der Wiederherstellung
  • Wiederherstellung nur des Betriebssystems oder Wiederherstellung des gesamten Servers
  • Datenträger neu formatieren und/oder neu partitionieren

Bei der Systemwiederherstellung ist zu beachten, dass eine aktivierte BitLocker-Laufwerkverschlüsselung nach einer Systemwiederherstellung nicht automatisch übernommen wird, sondern danach erneut aktiviert werden muss.

Alternativ kann die Windows-Wiederherstellungsumgebung auch lokal auf dem Server installiert werden, sodass das Booten mit der Windows Setup-DVD nicht erforderlich ist und bei einem Startfehler automatisch ein Failover auf die Windows-Wiederherstellungsumgebung ausgeführt werden kann. Allerdings ist die Installation nicht mehr so einfach mit dem Befehl „winnt32.exe/cmdcons“ wie bei Windows XP und Windows Server 2003 möglich, da Windows Server 2008 nicht mehr in einer DOS-Umgebung bootet, sondern statt dessen WinPE (Windows Preinstallation Environment, Windows PE) verwendet.

Hierbei handelt es sich um eine Minimalversion von Windows Server 2008, die umfangreiche Programme zur Installation (als Ersatz für MS-DOS als Prä-Installationsumgebung) und zur Wiederherstellung zur Verfügung stellt und damit die DOS-Bootdiskette bzw. die DOS-Boot-Umgebung ablöst. Hinweise zur Installation der Wiederherstellungsumgebung (Windows Recovery Environment – WinRE) liefert Microsoft in einem tiefergehenden TechNet-Artikel.

Seite 3: Active Directory sichern und wiederherstellen

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