Junge Täter, großer Schaden 15-Jähriger bestellt mit gestohlenen Kundendaten Waren im Internet

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Ein Jugendlicher aus Wuppertal steht unter Verdacht, sich mit illegal be­schafften Zugangsdaten, Zugriff auf Kundenkonten eines Online-Ver­sand­händlers verschafft zu haben. Dort soll der 15-Jährige Waren auf Kosten der Betroffenen bestellt haben.

In Deutschland wie auch in Frankreich stehen zwei Minderjährige unabhängig voneinander unter Verdacht, Cyberangriffe begangen zu haben.(Bild:  Envato Elements)
In Deutschland wie auch in Frankreich stehen zwei Minderjährige unabhängig voneinander unter Verdacht, Cyberangriffe begangen zu haben.
(Bild: Envato Elements)

Ein 15-Jähriger aus Wuppertal steht im Verdacht, sich mit gestohlenen Kundendaten Zugang zu einem Online-Versandhandel verschafft zu haben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Demnach soll der Jugendliche eine große Menge illegal beschaffter Zugangsdaten genutzt haben, um sich in fremde Kundenkonten ein­zu­loggen. Über diese Konten soll er anschließend Waren auf Kosten der betroffenen Kunden bestellt haben.

Polizei stellt Handys, Computer und Speichermedien sicher

Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei die Wohnräume des Jugendlichen. Dabei be­schlagnahmten die Beamten mehrere Handys, Computer und Speichermedien. Der 15-Jähri­ge wurde nicht in Untersuchungshaft genommen und blieb in der Obhut seiner Eltern. Die Er­mitt­lungen dauern weiter an. Welche Waren bestellt wurden und wie hoch der entstandene Scha­den ist, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Behörden ordnen den Fall als Credential Stuffing ein. Dabei nutzen Angreifer gestohlene Zugangsdaten, um automatisiert oder manuell Zugriff auf Online-Konten zu erhalten. Die Me­thode funktioniert vor allem deshalb, weil viele Nutzer dieselben Passwörter für mehrere Diens­te verwenden. Gelangen Zugangsdaten aus einem früheren Datenleck in Umlauf, können Kriminelle sie bei anderen Plattformen ausprobieren und so weitere Konten übernehmen.

Ähnlicher Fall in Frankreich

Der Fall aus Wuppertal steht nicht allein. Kürzlich wurde auch in Frankreich ein 15-Jähriger mit einem groß angelegten Cyberangriff in Verbindung gebracht. Dort steht ein Jugendlicher unter Ver­dacht, an einem Angriff auf die Plattform ANTS beteiligt gewesen zu sein. Über ANTS werden in Frankreich unter anderem Verwaltungsdienste abgewickelt. Nach Angaben des fran­zö­si­schen Innenministeriums wurden bei dem Angriff Daten von 11,7 Millionen Kon­ten abgegriffen.

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