Europol warnt vor organisiertem Verbrechen KI verstärkt Bedrohung durch Cybercrime in der EU

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Laut Europol nehmen Cybercrime, sexuelle Ausbeutung und Betrug in der EU zu. Verbrecher nutzen KI für ausgeklügelte Methoden wie Deepfakes. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen. Phishing, Romance-Scams und Kindesmissbrauch sind verbreitet. Die Nutzung von KI durch Verbrecher stellt eine wachsende Bedrohung dar.

Cyberattacken, Liebesbetrug, sexueller Missbrauch von Kindern: Das organisierte Verbrechen im Internet nimmt nach Erkenntnissen von Europol zu und Verbrecher nutzen neueste Technologien.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Cyberattacken, Liebesbetrug, sexueller Missbrauch von Kindern: Das organisierte Verbrechen im Internet nimmt nach Erkenntnissen von Europol zu und Verbrecher nutzen neueste Technologien.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Cyberattacken, sexuelle Ausbeutung von Kindern und finanzieller Betrug sind nach einer Analyse von Europol die bedrohlichsten Verbrechen im Internet in der Europäischen Union. Millionen Bürgerinnen und Bürger in der EU seien täglich Opfer des organisierten Verbrechens online, geht aus der Analyse der europäischen Polizeibehörde in Den Haag hervor. Der Betrug und die Zahl vor allem junger Täter nähmen zu, stellen die Experten von Europol fest.

Im Visier der Cyber-Verbrecher stehen dem Bericht zufolge zunehmend kleine und mittelgroße Betriebe. Ihre digitalen Schutzmaßnahmen seien weniger gut. Zahlreiche Menschen seien auch Opfer von Phishing-Attacken, von sogenanntem Romance-Scam (Dating- oder Liebesbetrug) oder würden von Webshops abgezockt. Besorgniserregend ist Europol zufolge auch die Zunahme von sexuellem Missbrauch von Kindern online.

Alarmierend sei außerdem die Zunahme von künstlicher Intelligenz. „Künstliche Intelligenz gehört immer häufiger zum Instrumentarium der Verbrecher“, heißt es in dem Bericht. So gebe es immer ausgeklügeltere Erpressungsmethoden.

Banden würden im Internet Vorlagen verkaufen für Betrug, sexuelle Ausbeutung oder Phishing-E-Mails. Die Skripts für Dialoge mit Minderjährigen würden sexuellen Straftätern helfen „ihre Grooming-Techniken zu verfeinern“.

Auch sogenannte Deepfakes - täuschend echte Fälschungen von Bild und Ton - werden der Analyse zufolge viel genutzt. So würden Stimmen kopiert für sogenannte Schock-Anrufe bei Angehörigen oder Freunden, um Geld- oder Bank-Zugangsdaten zu erpressen. KI werde eingesetzt, um Videos oder Bilder mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern zu verfälschen.

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