Sicherheitssoftware und Cloud-Plattformen 10 Prozent mehr für die IT-Sicherheit

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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202,4 Milliarden Euro kosten Cyberattacken die deutsche Wirtschaft jährlich, Tendenz steigend, so der Bitkom. Da sich inzwischen auch knapp 60 Prozent der Unternehmen durch die Angriffe in ihrer Existenz bedroht fühlen, steigen auch die Investitionen in die IT-Sicherheit.

Immer mehr Unternehmen fühlen sich von Cyberattacken in ihrer Existenz bedroht und geben deshalb einen größeren Teil ihres IT-Budgets für die IT-Sicherheit aus.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Immer mehr Unternehmen fühlen sich von Cyberattacken in ihrer Existenz bedroht und geben deshalb einen größeren Teil ihres IT-Budgets für die IT-Sicherheit aus.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Im Jahr 2022 gaben deutsche Unternehmen gerade mal 9 Prozent ihres IT-Budgets für die Cybersecurity aus. Für das laufende Jahr prognostiziert der Bitkom unter Berufung auf Zahlen des europäischen Beratungs- und Analystenhauses PAC das Doppelte: 18 Prozent des IT-Budgets beziehungsweise 11,1 Milliarden Euro sollen in die IT-Sicherheit fließen. Diese Investitionen sind dringend nötig, denn einer Bitkom-Umfrage zufolge rechnen 35 Prozent der Befragten mit einer starken Zunahme der Cyberattacken, weitere 47 Prozent mit einer eher starken Zunahme. „Erfolgreiche Cyberangriffe können Unternehmen lahmlegen, aber auch Behörden oder Infrastruktur wie Bahnstrecken und Flughäfen. Wir müssen unsere Investitionen in IT-Sicherheit weiter hochfahren“, kommentiert Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst die Sachlage.

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Große Chance für deutsche Anbieter

Der deutsche Gesamtmarkt für IT-Sicherheit soll 2025 um 10,1 Prozent zulegen, damit liegt Deutschland aber sowohl im weltweiten Markt (prognostiziertes Wachstum für 2025: 11,2 Prozent) als auch im europäischen Vergleich (prognostiziertes Wachstum für 2025: 10,9 Prozent) zurück. „Cybersicherheit darf nicht allein als Kostenfaktor verstanden werden, sie garantiert Zukunft und ermöglicht Wertschöpfung, Vertrauen und Innovation in Deutschland“, so Wintergerst. Der Bitkom-Präsident sieht deshalb „enorme Chancen für deutsche Anbieter“. Denn die Nachfrage nach gleichermaßen leistungsstarken wie vertrauenswürdigen Sicherheitslösungen sei groß.

Tempo machen beim NIS2UmsuCG

Weiterhin fordert Wintergerst: „Die Politik muss beim Umsetzungsgesetz zur NIS-2-Richtlinie Tempo machen, wir brauchen eine europäische Harmonisierung der IT-Sicherheit und müssen die länderübergreifende Zusammenarbeit vorantreiben.“ Der Bundesrat hatte am 30. Juli 2025 einen neuen Regierungsentwurf für das NIS2-Umsetzungsgesetz (NIS2UmsuCG) verabschiedet, nachdem der bisherige Stand durch den Regierungswechsel wieder auf Null gesetzt worden war. Der aktuelle Vorschlag wird im Parlament beraten. Das Gesetz soll voraussichtlich Ende 2025 oder Anfang 2026 in Kraft treten.

Über die Studie

Die Marktprognosen zum IT-Sicherheitsmarkt in Deutschland und weltweit basieren auf Daten des europäischen Beratungs- und Analystenhauses PAC. Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.002 Unternehmen ab 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens 1 Mio. Euro in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 16 bis KW 24 2025 statt.

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