Gcore Radar Report DDoS-Angriffe steigen um 56 Prozent

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Die Häufigkeit von DDoS-Angriffen nimmt stetig zu – das fällt auch im Netzwerk von Gcore auf. Dessen Radar Report für das vergangene Halbjahr zeigt: DDoS-Angriffe haben im Jahr 2024 ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Die Gesamtzahl der Angriffe ist um 56 Prozent gestiegen, außerdem erreichte der stärkste Angriff eine Größenordnung von 2 Tbps.

Die Menge und Intensität von DDoS-Angriffen nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu und die Angriffsziele werden zunehmend diverser.(Bild:  Bartek - stock.adobe.com)
Die Menge und Intensität von DDoS-Angriffen nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu und die Angriffsziele werden zunehmend diverser.
(Bild: Bartek - stock.adobe.com)

Die Technologiebranche wird immer öfter Ziel von DDoS-Angriffen – entfielen auf sie im Vorjahr gerade einmal sieben Prozent, waren es im dritten und vierten Quartal 2024 19 Prozent.(Bild:  Gcore)
Die Technologiebranche wird immer öfter Ziel von DDoS-Angriffen – entfielen auf sie im Vorjahr gerade einmal sieben Prozent, waren es im dritten und vierten Quartal 2024 19 Prozent.
(Bild: Gcore)

Die Branchenverteilung hat sich nach dem Gcore Radar Report für Q3 und Q4 2024 dabei im dritten und vierten Quartal 2024 verändert. Die Technologiebranche ist als Ziel der DDoS-Angriffe deutlich populärer: entfielen auf sie im Vorjahr gerade einmal sieben Prozent, waren es nun 19 Prozent. DDoS-Angreifer haben das weitreichende Störungspotenzial von Angriffen auf Technologiedienste erkannt. Ein einziger erfolgreicher Angriff kann eine Kettenreaktion auslösen und damit Arbeit und Alltag zahlreicher Menschen erheblich beeinträchtigen und Unternehmen große Schäden zufügen. Ein weiterer Grund für die Zunahme von DDoS-Angriffen auf Technologieplattformen ist deren enorme Rechenleistung, mit der Angreifer die Attacken verstärken.

Die Gaming-Branche ist nach wie vor am stärksten betroffen, obwohl die Gesamtzahl im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um 31 Prozent eingebrochen ist. Für diesen Rückgang gibt es mehrere Faktoren. Einerseits verstärken die Unternehmen ihre DDoS-Abwehr als Reaktion auf wiederkehrende Angriffe, was zu weniger erfolgreichen Angriffen insgesamt führen kann. Andererseits verlagern Angreifer ihren Fokus auf andere hochwertige Sektoren: Finanzdienstleister verzeichneten etwa einen Anstieg um 117 Prozent. Die kritischen Online-Dienste dieses Sektors und die Aussichten auf erfolgreiche Lösegeldforderungen machen ihn zu einem bevorzugten Ziel.

Die geografische Verteilung von DDoS-Angriffen

Die Gesamtzahl der DDoS-Angriffe ist im dritten und vierten Quartal 2024 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 56 Prozent gestiegen.(Bild:  Gcore)
Die Gesamtzahl der DDoS-Angriffe ist im dritten und vierten Quartal 2024 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 56 Prozent gestiegen.
(Bild: Gcore)

Besonders wohl scheinen sich Angreifer in den Niederlanden zu fühlen: 21 Prozent der Angriffe auf Anwendungsebene, und damit die meisten, haben hier ihren Ursprung. Und mit 18 Prozent an zweiter Stelle der Angriffe auf der Netzwerkebene. Die USA rangieren auf Netzwerkebene ganz oben – darin spiegelt sich die riesige Internet-Infrastruktur wider, die Angreifer ausnutzen.

Brasilien lag bei den Angriffen auf der Netzwerkebene mit 14 Prozent an dritter Stelle. Die wachsende digitale Wirtschaft und Konnektivität machen das Land zu einer aufstrebenden Quelle für Angriffe. China und Indonesien waren ebenfalls stark vertreten. Indonesien verzeichnete dabei einen Anstieg der Angriffe auf Anwendungsebene um 8 Prozent, das verdeutlicht den allgemeinen Trend zu verstärkten Angriffsaktivitäten in Südostasien.

Burst-Angriffe im Trend

Die Länge der DDoS-Angriffe nimmt ab: Der ausdauerndste DDoS-Angriff im dritten Quartal 2024 betrug fünf Stunden – in der ersten Jahreshälfte lag dieser Wert noch bei 16 Stunden. Doch gleichzeitig steigt die Angriffsstärke. Diese Burst-Angriffe sind schwieriger zu erkennen, da sie zwischen normalen Traffic-Spitzen untergehen können. Die Verzögerung gibt den Angreifern ein Zeitfenster, in dem sie ihr Ziel treffen können, bevor die Cyberabwehr greift.

Der Trend zu kürzeren DDoS-Attacken lässt sich zum Teil auch auf eine verbesserte Cybersicherheit zurückführen. Da die Sicherheitsvorkehrungen immer strenger werden, passen sich die Angreifer mit kurzen Angriffen an, um die Verteidigungsmaßnahmen zu umgehen. Zudem kann ein kurzer DDoS-Angriff als Deckmantel dienen, um einen sekundären Angriff zu verbergen, beispielsweise den Einsatz von Ransomware.

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