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Abwehr von DDoS-Attacken

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Wie sollte man auf DDoS-Attacken reagieren?

Manchmal kündigen sich DDoS-Attacken im Vorfeld durch Schutzgelderpressungen an. Spätestens jetzt sollte ein Unternehmen für seinen Schutz sorgen. Die Mehrzahl aller DDoS-Attacken geht aber offenbar von Mitbewerbern oder verärgerten Kunden und Aktivisten aus, so dass sie entsprechend unangekündigt auftreten.

Ein vorsorglicher Schutz – ähnlich wie bei einer Versicherung, um für den Bedarfsfall abgesichert zu sein – ist besser, als eine hektische Reaktion in einer Notfallsituation. DDoS-Schutz-Anbieter wie Link11 nehmen aber auch die entsprechend teureren Notfall-Installationen vor – vorausgesetzt, das Fachpersonal ist dann nicht zeitgleich mit der Betreuung von Vertragskunden gebunden.

Wenn ein Unternehmen Opfer einer DDoS-Attacke geworden ist, wird in der Öffentlichkeit vorschnell und völlig zu Unrecht auch die sonstige Kompetenz des Unternehmens in Frage gestellt. Neben materiellen Schäden entstehen Reputations- und Imageverluste. Daher kommunizieren die wenigsten Unternehmen solche Vorfälle, die Dunkelziffer ist demnach nicht einzuschätzen.

An dieser Stelle sollte man allerdings bedenken, dass Offenheit gegenüber den Kunden immer noch besser ist als Geheimniskrämerei. Es einige bekannte Ausnahmen, die offen mit DDoS-Angriffen umgingen. Dazu zählen unter anderem Spamhaus, Paypal, Visa, Mastercard, 50 Hertz, Süddeutsche Zeitung, ProSiebenSAT1 Games etc.

Haben DDoS-Attacken irgendwann einmal ein Ende?

Stellt sich noch die Frage, OB und wenn ja, WODURCH der eindeutige Trend der steigenden Angriffszahlen überhaupt gestoppt oder umgekehrt werden könnte. Dies wäre allerdings nur dann der Fall, wenn:

es eine weltweite, rechtliche Verpflichtung für jeden Nutzer gäbe, seine gesamten Endgeräte bot-frei zu halten.

es eine weltweite, rechtliche Verpflichtung für Internetserviceprovider gäbe, solche IPs zu sperren, von denen wiederholt DDoS-Angriffe ausgehen.

Problematik: Weltweite, rechtliche Strukturen sind mittelfristig nicht durchsetzbar und die nicht-internetaffinen Nutzer wären mit der Verpflichtung der Bot-Befreiung ihrer Rechner vermutlich völlig überfordert. Deshalb bleibt nur ein Schluss zu: Jeder muss sich mittelfristig selbst vor DDoS-Attacken schützen

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