Autorisierungslücken, Fehlkonfigurationen und KI-Risiken treiben die Zahl der API-Sicherheitsvorfälle in Deutschland weiter nach oben, jeder Vorfall kostet Unternehmen im Schnitt rund 470.000 Euro. Eine aktuelle Akamai-Studie zeigt: Mehr Aufmerksamkeit für das Thema allein reicht nicht, um die Vorfallzahlen zu senken.
Schnittstellen verbinden Systeme oft nahezu unsichtbar im Hintergrund, genau das macht sie zu einem bevorzugten Angriffsziel. Laut Akamai-Studie zählen Autorisierungslücken und Fehlkonfigurationen zu den häufigsten Einfallstoren in deutschen Unternehmen.
APIs bleiben für deutsche Unternehmen ein erhebliches Sicherheitsrisiko: Laut der „API Security Impact“-Studie von Akamai haben 83 Prozent der befragten Unternehmen im vergangenen Jahr Sicherheitsvorfälle über APIs erlebt. Besonders häufig nennen die Befragten Autorisierungslücken, Fehlkonfigurationen sowie Risiken im Zusammenhang mit generativer KI, LLMs oder Agenten. Zwar schneidet Deutschland bei der Sichtbarkeit und beim Testen von APIs im Ländervergleich am besten ab, die Zahl der Vorfälle bleibt jedoch hoch.
Für die Studie, die Phronesis Partners im Auftrag von Akamai durchführte, wurden 1.840 Cybersecurity-Fachleute aus zehn Ländern und sechs Branchen befragt. Die hier dargestellten Ergebnisse basieren auf 540 Antworten aus Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.
In Deutschland ist die Ausnutzung von Autorisierungslücken die am häufigsten genannte Incident-Art. 38 Prozent der Befragten gaben sie als größtes Sicherheitsrisiko an.
Bei den vermuteten Ursachen für API-Sicherheitsvorfälle stehen in Deutschland Fehlonfigurationen an erster Stelle, genannt von 51 Prozent der Befragten. Danach folgen Schwachstellenflächen von APIs in Verbindung mit Tools für generative KI, LLMs oder Agenten mit 41 Prozent. So erzeugt die wachsende Nutzung von KI-Anwendungen zusätzlichen Druck. 36 Prozent der Befragten führen Autorisierungslücken als Ursache an.
In anderen europäischen Ländern unterscheidet sich das Bild: Im Vereinigten Königreich dominieren Angriffe auf KI-gekoppelte APIs. In Frankreich liegen diese Angriffe gleichauf mit Datenlecks.
„Die Studienergebnisse zeigen, dass API-Sicherheit für Unternehmen in Deutschland weiterhin eine hohe Dringlichkeit aufweist“, so Philipp Merth, Regional Vice President CER bei Akamai Technologies. „Entscheidend ist, dass Unternehmen die erhöhte Aufmerksamkeit konsequent in konkrete Sicherheitsmaßnahmen übersetzen und APIs hierbei die Bedeutung beimessen, die für ein zuverlässiges Schutzkonzept notwendig ist.“
Deutschland hat mehr Transparenz über sensible Daten
Ein auffälliger Unterschied zwischen den betrachteten Ländern zeigt sich bei der Sichtbarkeit sensibler Daten. 30 Prozent der deutschen Befragten wissen, welche ihrer APIs sensible Daten zurückgeben. Damit liegt Deutschland deutlich vor dem Vereinigten Königreich mit 19 Prozent und Frankreich mit 18 Prozent.
Trotzdem bleibt die Incident-Quote hoch. Mit 83 Prozent liegt Deutschland zwar unter dem Vereinigten Königreich mit 94 Prozent und Frankreich mit 88 Prozent, die Daten zeigen aber weiterhin eine angespannte Sicherheitslage.
API-Vorfälle verursachen hohe Kosten
API-Sicherheitsvorfälle können für Unternehmen zur echten Kostenfalle werden. In Deutschland beläuft sich der finanzielle Schaden eines API-Sicherheitsvorfalls laut Studie auf durchschnittlich 540.041 US-Dollar, umgerechnet rund 470.000 Euro.
Damit liegen die Kosten unter dem Durchschnitt im Vereinigten Königreich, wo ein Vorfall durchschnittlich 782.121 US-Dollar kostet. Sie sind jedoch höher als der französische Durchschnitt von 458.471 US-Dollar. EMEA-weit sind laut Studie Ausfallzeiten und entgangene Einnahmen größere Kostentreiber als Reparatur und Behebung.
Viele Unternehmen haben ihren Fokus auf API-Sicherheit bereits verstärkt. In Deutschland berichten 57 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen dem Thema mehr Aufmerksamkeit widmet.
Die Umsetzung bleibt jedoch begrenzt. EMEA-weit führen nur 25 Prozent der Befragten erweiterte, sicherheitsorientierte API-Tests durch. Lediglich elf Prozent haben Sicherheitstests über die gesamte Entwicklungs- und CI/CD-Pipeline hinweg verankert. 78 Prozent der EMEA-Befragten setzen auf Web Application Firewalls, während nur 37 Prozent dedizierte API-Sicherheitslösungen nutzen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Über den Autor: Philipp Merth ist Regional Vice President CER bei Akamai Technologies.