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Aktueller, schneller, länger Alles andere als ausgelutscht: Android 5.0 Lollipop

Autor: Sylvia Lösel

Die ersten Geräte werden mit dem neuen Google-Betriebssystem ausgeliefert. Das neue Release ist eines der größten, wenn es nach der Anzahl der neuen Schnittstellen geht. Android rüstet sich damit wohl für die Multiplattform-Zukunft.

Mit Spannung erwartet: der Name für's neue Android-Release ist Lollipop.
Mit Spannung erwartet: der Name für's neue Android-Release ist Lollipop.
(© Ruth Black - Fotolia.com)

Seit September 2008 ist man immer wieder gespannt, welche Süßigkeit denn wohl als nächstes auf dem Speiseplan der Android-Entwickler steht. Nach Cupcake, Gingerbread und Jelly Bean, um nur ein paar zu nennen, ist es jetzt also der Lolli. Android 5.0 alias Lollipop gibt es bereits auf den beiden Geräten Nexus 6 von Motorola und Nexus 9 von HTC LG hat jetzt angekündigt, das Update für sein G3 bereitzustellen. Doch was verbirgt sich hinter der klebrigen Lutscher-Fassade?

Rund 5.000 neue Schnittstellen (APIs) soll das neue Release beherbergen – damit wäre es das umfangreichste Android-Update in der sechsjährigen Geschichte. Das könnte die Basis dafür sein, Android auch auf anderen Geräten als Smartphones einheitlich darzustellen und zu bedienen.

Ein Blick genügt

Am augenfälligsten ist natürlich die überarbeitete Benutzeroberfläche – genannt „Material Design“. Dank dieser „haften“ nun die neuesten Nachrichten schon gleich am Sperrbildschirm und können so vom Smartphone-Besitzer auf einen Blick erfasst werden, ohne dass man das Gerät richtig aktiviert. Ebenso kann man Nachrichten als Banner am oberen Bildschirmrand aktivieren, mit den entsprechenden Befehls-Funktionen. Will man ungestört sein, können all diese Funktionen auch deaktivieren werden.

Das App-Menü haben sich die Designer ebenfalls vorgenommen. Dieses wurde nun dreidimensional gestaltet, so dass geöffnete Apps auf einen Blick zu erkennen sind. Für eine App können jetzt auch mehrere Reiter angezeigt werden. Zum Beispiel wenn im Web-Browser mehrere Seiten geöffnet sind.

Schonzeit

Dank einer neuen Laufzeitumgebung namens Android Runtime (ART) soll sich die System-Performance deutlich verbessern. Im Gegensatz zur bislang verwendeten Dalvik Virtual Machine kompiliert ART bereits bei der Installation und greift von da an immer auf diese zu.

Auch den Akku will Lollipop schonen. Unter den Optimierungen die unter dem Namen Projekt Volta laufen, sind ein Batterie-Schonmodus, clevere APIs, die bestimmte Aktivitäten nur dann starten, wenn eine WLAN-Verbindung aktiv ist sowie Stapelverarbeitung von Aufgaben integriert.

Hinter dem Label „Android for Work“ verbirgt sich Samsungs Knox-Funktionalität. Diese ermöglicht das Trennen von persönlichen und geschäftlichen Daten sowie das Management. Außerdem können die Geräte so konfiguriert werden, dass innerhalb einer definierten, sicheren Umgebung keine PIN-Eingabe mehr erfolgen muss.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin