Sinkclose-Schwachstelle Millionen PCs von Schwachstelle in AMD-CPUs betroffen

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Sicherheitsforscher haben eine Sicherheitslücke in AMD-CPUs gefunden, über die Angreifer Zugang zu eigentlich gesicherten Bereichen von PCs erhalten können. Über die Sinkclose-Schwachstelle können Kriminelle auch Malware in Betriebssysteme einschleusen, Malware-Scanner bemerken das oft nicht.

Sicherheitsforscher haben eine gravierende Schwachstelle in fast allen AMD-CPUs seit 2006 entdeckt.(Bild:  Connect world - stock.adobe.com)
Sicherheitsforscher haben eine gravierende Schwachstelle in fast allen AMD-CPUs seit 2006 entdeckt.
(Bild: Connect world - stock.adobe.com)

Von der Schwachstelle ist eine große Anzahl der Ryzen- und Athlon-CPUs betroffen. AMD weiß bereits von der Schwachstelle und es ist zu erwarten, dass Microsoft seine Betriebssysteme aktualisieren wird, um die Sicherheitslücke von Seiten des Betriebssystems zu schließen. Auch AMD stellt bereits erste Updates zur Verfügung. Allerdings erhalten vermutlich nicht alle CPUs ein Update.

Die Schwachstelle gibt es laut den Forschern von IOActive mindestens seit 2006, also 18 Jahren. Angreifer benötigen für die Ausnutzung der Sicherheitslücke aber Zugang zum Kernel. Nutzen Kriminelle aber andere Schwachstellen aus, die diesen Zugriff ermöglichen, können sie sich nahezu unbemerkt und dauerhaft in Windows einnisten.

AMD bestätigt Schwachstelle Sinkclose

AMD hat die Schwachstelle mit der Bezeichnung "Sinkclose" bestätigt. Die schwerwiegende Sicherheitslücke ist seit 2006 in Hunderten von Millionen Computern und Servern weltweit vorhanden. Die Sicherheitslücke betrifft den System Management Mode (SMM), einen hochprivilegierten Bereich der Prozessorarchitektur, und kann von Angreifern genutzt werden, um die Kontrolle über den Computer zu übernehmen und dessen Aktivitäten unbemerkt zu überwachen.

Die Forscher von IOActive, welche die Schwachstelle auf der Defcon-Konferenz präsentiert haben, warnen, dass die Bedrohung besonders gravierend ist, weil sie auch dann bestehen bleibt, wenn das Betriebssystem neu installiert wird. Bei Systemen mit fehlerhaften Sicherheitskonfigurationen könnte eine infizierte Maschine nur durch den Austausch des betroffenen Computers abgesichert werden.

Ein vollständiger Schutz vor der Schwachstelle erfordert jedoch noch weitere Updates, die in Zusammenarbeit mit Computerherstellern bereitgestellt werden sollen. AMD betont, dass die Ausnutzung der Sicherheitslücke zwar komplex ist, aber dennoch ein erhebliches Risiko besteht, insbesondere für gezielte Angriffe durch staatlich geförderte Hackergruppen. Die Forscher empfehlen allen Nutzern, sobald verfügbar, die entsprechenden Sicherheitsupdates zu installieren, um ihre Systeme zu schützen.

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