AV-Comparatives testet Freeware und Software für Mac

Antivirus für Mac OS X 10.9 Mavericks

| Redakteur: Stephan Augsten

Antivirus-Lösungen für Mac OS haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, wie das Testlabor AV-Comparatives zeigt.
Antivirus-Lösungen für Mac OS haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, wie das Testlabor AV-Comparatives zeigt. (Bild: Archiv / AV-Comparatives)

Das Antivirus-Testlabor AV Comparatives hat mehrere Sicherheitslösungen für Mac OS geprüft. Dabei wurden nur Malware-Stichproben verwendet, die einen aktuell gehaltenen Mac-Rechner auch wirklich infizieren können. Das Besondere: Jede Schadcode-Datei wurde nicht einfach nur gescannt, sondern auch ausgeführt bzw. installiert.

Wer meint, unter Mac OS benötige man keinen Virenschutz, der liegt damit nur bedingt richtig. Ein solches System schnell zur Virenschleuder werden, indem es Windows-Malware im Netzwerk oder per Mail verbreitet. Und auch für Apple-Betriebssysteme selbst gibt es Viren, Würmer, Trojaner und Bot-Programme – wenn auch vergleichsweise wenige. An Dringlichkeit hat dieses Thema durch Schadcodes gewonnen, die dank Java und anderen Tools Betriebssystem-übergreifend arbeiten.

Das unabhängige Testlabor AV Comparatives hat deshalb acht Antivirus-Lösungen für Mac auf den Prüfstand gestellt. Die Anwendungen mussten jeweils 65 aktuelle Mac-Schadcodes und die 500 verbreitetsten Windows-Schädlinge erkennen. Um Fehlalarme zu provozieren, wurden zusätzlich 100 bekannte Mac Apps installiert. Als Testsystem diente Mac OS X 10.9 Mavericks, die aktuelle Version des Apple-Betriebssystems.

Dass kostenlose Programme nicht zwangsläufig schlecht sein müssen, zeigten dabei vor allem avast! Free Antivirus for Mac und die Home Edition von Sophos Antivirus for Mac. Beide Lösungen erkannten sämtliche Mac- und Windows-Schadcodes und erzeugten keinerlei Fehlalarme. Die ebenfalls kostenlose Software Avira Free Antivirus for Mac überzeugte zwar bei der Erkennung von Windows-Viren, identifizierte aber nur 91 Prozent der auf Mac spezialisierten Malware-Samples.

Unter den kostenpflichtigen Kandidaten finden sich mit Bitdefender Antivirus for Mac, ESET Cyber Security Pro und Kaspersky Internet Security for Mac drei namhafte Anbieter. Dabei erkannte nur die ESET-Lösung sämtliche Viren. Bitdefender und Kaspersky scheiterten knapp an der Kategorie der Mac-Schadcodes, die Erkennungsraten betrugen hier 98 bzw. 97 Prozent.

Zwei Preis-Leistungs-Ausfälle

Im Feld der kommerziellen Lösungen wurden außerdem der Kromtech MacKeeper und das Intego Mac Premium Bundle geprüft. Beide Testkandidaten, die im Übrigen auch die teuersten waren, offenbarten Schwächen. Die Kromtech-Software erkannte „nur“ 80 Prozent der Mac-Schädlinge, Intego hingegen ließ jede zweite Windows-Malware durchrutschen. In der jeweils anderen Kategorie lag die Erkennungsrate hingegen bei 100 Prozent.

Intego könnte nun argumentieren, dass sich Windows-Viren nun einmal nicht unter Mac OS X festsetzen können und die Lösung weitere Funktionen wie Kindersicherung, Mail-Schutz und Firewall umfasst. ESET bietet aber ähnlich viele Features und verlangt für die Ein-Jahres-Lizenz für einen Mac nur die Hälfte des Preises, den Intego veranschlagt (45 Euro gegenüber 90 Euro).

Hinsichtlich der Benutzerführung und Übersichtlichkeit ist im Testfeld für jeden Mac-Nutzer etwas mit dabei, die Ausstattung variiert. Wer einfach nur einen guten Virenschutz sucht, der ist mit einer Freeware gut bedient. Fairerweise sollte man dann aber auch (anonymisierte) Scan- bzw. Malware-Statistiken übermitteln. Der vollständige Testbericht findet sich bei den Mac Security Reviews von AV-Comparatives.

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