Über 30 Sicherheitslücken in iOS 18.6 und iPadOS 18.6 geschlossen Apple iOS 18.6 schließt kritische Schwachstellen

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Apple hat mit iOS 18.6 und iPadOS 18.6 ein umfassendes Sicherheitsupdate veröffentlicht, das mehr als 30 Schwachstellen in zentralen System­kom­po­nen­ten behebt. Betroffen sind unter anderem WebKit, CoreMedia und Accessibility. Einige der Lücken gelten als bereits aktiv ausgenutzt.

Apple schließt mit iOS 18.6 teils aktiv ausgenutzte Schwachstellen in WebKit, CoreMedia und weiteren Systemkomponenten. Besonders brisant ist CVE-2025-6558, der ein Sandbox-Escape erlaubt.(Bild: ©  ra2 studio - stock.adobe.com)
Apple schließt mit iOS 18.6 teils aktiv ausgenutzte Schwachstellen in WebKit, CoreMedia und weiteren Systemkomponenten. Besonders brisant ist CVE-2025-6558, der ein Sandbox-Escape erlaubt.
(Bild: © ra2 studio - stock.adobe.com)

Mit iOS 18.6 und iPadOS 18.6 behebt Apple eine Vielzahl von Schwachstellen in zentralen Komponenten wie WebKit, CoreMedia, CoreAudio, libxml2 und mehreren Frameworks für Accessibility und Netzwerkkonnektivität. Die Updates stehen seit dem 29. Juli für alle Modelle ab iPhone XS und iPad 7 bereit. Die Änderungen betreffen sowohl gerätespezifische Speicherfehler als auch generelle Probleme bei der Eingabevalidierung, Rechtevergabe und Absturzsicherheit.

Speicherfehler in der WebKit-Renderung-Engine

Besonders gravierend: Im WebKit-Rendering-Engine wurden zahlreiche Speicherfehler behoben, darunter mehrere Use-After-Free-Bugs und Out-of-Bounds-Zugriffe, die beim Aufruf präparierter Webseiten Safari zum Absturz bringen oder sensible Informationen offenlegen können. Der Fehler CVE-2025-6558, der ursprünglich aus der Chromium-Engine stammt, wird ebenfalls adressiert – dieser war bereits von der US-CISA als aktiv ausgenutzt eingestuft worden und ermöglichte potenziell eine Sandbox-Escape durch manipuliertes HTML.

Fehler im CoreMedia Playback Framework

Ein weiterer Fehler (CVE-2025-43230) im CoreMedia Playback Framework erlaubte unter Umständen Zugriff auf sensible Nutzerdaten ohne korrekte Rechteprüfung. Auch das Mail-System war betroffen: In manchen Fällen wurden externe Inhalte nachgeladen, obwohl die Funktion "Remote Images laden" deaktiviert war (CVE-2025-31276). In der Accessibility-Komponente wurden gleich zwei Schwachstellen geschlossen, die entweder das Mikrofon-/Kamera-Privacy-Icon fehlerhaft darstellten oder die Passcode-Ausgabe über VoiceOver ermöglichten. Daneben behebt Apple in afclip, CFNetwork, ICU, ImageIO, libnetcore, libxml2, libxslt, Metal und Model I/O weitere Fehler mit potenzieller Auswirkung auf Systemstabilität und Datenschutz.

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