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Modulare USV-Konfiguration:
Eine Konfiguration mit mehreren modularen USV-Anlagen wirkt auf den ersten Blick unsicherer als die Versorgung der Last mit einem einzelnen Gerät, da es bei erstgenannter Konfiguration ja mehr potenziell fehleranfällige Komponenten gibt.
Trotzdem ist die Ausfallsicherheit mit einem modularen System höher, denn: Eine Störung bei einem einzelnen USV-System, welches die gesamte Last abdeckt, kann einen Totalausfall nach sich ziehen. In diesem Fall müsste dann während einer Reparaturzeit der Eingangsstrom ungefiltert an die Verbraucher fließen; Redundanz lässt sich nur mit einer zweiten Anlage herstellen.

Wird die Last dagegen durch ein modulares System aus mehreren Anlagen abgedeckt, lässt sich zusätzlich ein redundantes Backup-Modul einplanen. 60 Kilowatt (kW) werden so beispielsweise durch sechs modulare USV-Anlagen mit einer Leistung von je 12 kW parallel-redundant mit einer USV-System-Ausgangsleistung von 60kW N+1 abgesichert. Versagt eines der USV-Module, ist die gesamte Anlage dank Redundanz-Modul immer noch ausreichend groß dimensioniert, um weiterhin die gesamte Last abzusichern.
Batterienutzung und Austausch von Komponenten:
Eine USV-Topologie, die nur eine minimale Batterienutzung impliziert, verkürzt ebenfalls die Ausfallzeit der Anlage. Der Hintergrund hier ist, dass Nutzungszeiten und Lebensdauer von Batterien kürzer sind, wenn das Gerät häufig in den Batteriebetrieb wechselt.
Doppelwandler-USV-Systeme und hocheffiziente Multi-Modus-USV-Anlagen nutzen die Batterie weniger als beispielsweise Line-interaktive Anlagen, wodurch die Batterielebensdauer erhöht wird. Wichtig ist zudem, dass Batterien wie auch andere Komponenten Hot-Swap-fähig sind (im laufenden Betrieb ausgetauscht werden können). Dies reduziert die Ausfallzeit für Reparaturen erheblich, und die Betriebsbereitschaft der USV-Anlage steigt deutlich.
Inhalt
- Seite 1: Auch die USV muss gewährleistet sein
- Seite 2: Stromführung und USV-Verfügbarkeit
- Seite 3: Stellschrauben für die Praxis
- Seite 4: USV-Geräte und Batterien entlasten
Armin Haug ist Product Support Engineer bei Eaton Power Quality.
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