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Verfügbarkeit in Rechenzentren Ausfallsicherheit bei Auswahl und Planung von USV-Anlagen bedenken

| Autor / Redakteur: Armin Haug, Eaton Power Quality / Stephan Augsten

Kaum ein Unternehmen kann sich noch den Ausfall der IT-Infrastruktur leisten, denn ohne CRM-System, VoIP-Telefonie oder Intranet ist produktives Arbeiten kaum mehr möglich. Abhilfe schaffen Systeme zur Unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), die jedoch selbst ausfallsicher konzipiert sein wollen. Dieser Artikel zeigt, wie sich die Verfügbarkeit der USV-Anlage in der Praxis erhöhen lässt.

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Damit es trotz USV nicht doch einmal zum Spannungsausfall kommt, gilt es auch hier auf Ausfallsicherheit zu achten.
Damit es trotz USV nicht doch einmal zum Spannungsausfall kommt, gilt es auch hier auf Ausfallsicherheit zu achten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei der Planung der Unterbrechungsfreien Stromversorgung wird häufig vergessen, dass entsprechende Geräte selbst ausfallsicher konzipiert sein müssen, um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der angeschlossenen IT-Verbraucher zu gewährleisten. Unterschiedliche Faktoren wie das USV-Design, die Stromführung innerhalb der Anlage und die Konfiguration spielen dabei eine wichtige Rolle.

USV-Anlagen übernehmen im Wesentlichen zwei Funktionen. Bei Stromausfällen überbrücken sie zum einen den Übergang vom Netzstrom zum Generatorstrom via Batterie und schalten die Stromführung entsprechend. Dadurch wird verhindert, dass Server oder Desktop-PCs „abstürzen“. Zweitens filtern sie die eingehende Netzspannung und eliminieren häufige Störungen wie Spannungseinbrüche oder Schaltspitzen. An die Verbraucher geben sie nur reine, gleichmäßige Sinusspannung ab.

Moderne IT-Geräte wie Datenbank-Server sind darauf besonders angewiesen, da „unsaubere“ Spannung zu einem Ausfall führen kann. Als Folge davon besteht die Gefahr, dass in der Datenbank Fehler entstehen, da sie nicht ordnungsgemäß heruntergefahren werden. Damit erfüllt die USV-Anlage eine wichtige Funktion, die den Worst Case bei einem Stromausfall sicher verhindert.

Auch die USV muss gewährleistet sein

Je größer nun die Anzahl der sensiblen Verbraucher und je mehr Systeme als „unternehmenskritisch“ eingestuft werden, desto wichtiger ist demnach die Ausfallsicherheit der USV-Anlagen selbst. Sie müssen – wie alle anderen Systeme auch – auf Hochverfügbarkeit getrimmt werden, also im Prinzip ohne Ausfallzeiten auskommen. Nur so lässt sich die Verfügbarkeit des Gesamtsystems garantieren.

Für die Praxis bedeutet das: Auch eine sichere Stromversorgung ist auf Redundanz angewiesen. Sie lässt sich nur realisieren, indem verschiedene Faktoren wie USV-Design, Konfiguration der eingesetzten Systeme und die Wege bei der Stromzuführung optimiert werden.

Inhalt

  • Seite 1: Auch die USV muss gewährleistet sein
  • Seite 2: Stromführung und USV-Verfügbarkeit
  • Seite 3: Stellschrauben für die Praxis
  • Seite 4: USV-Geräte und Batterien entlasten

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