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IT-Sicherheitslösungen Ausgezeichnete IT-Sicherheitslösungen „Made in Germany“

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

IT-Sicherheit ist in der heutigen IT-Unsicherheit wichtiger denn je. Um die deutsche Innovationskraft in diesem Bereich voran zu treiben, hat die Horst Görtz Stiftung zum 5. Mal deutsche Unternehmen dazu aufgerufen, ihre IT-Sicherheitslösungen einzureichen. Von 66 Bewerber-Teams wurden elf Gruppen nominiert und vier davon teilten sich die von 40.000 bis 100.000 Euro dotierten Preise.

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Alle zwei Jahre vergibt eine Expertenjury den IT-Sicherheitspreis für Innovationen aus den Bereichen IT-Sicherheit, Kryptografie, System- und Netzsicherheit sowie Abwehr von Cyberangriffen.
Alle zwei Jahre vergibt eine Expertenjury den IT-Sicherheitspreis für Innovationen aus den Bereichen IT-Sicherheit, Kryptografie, System- und Netzsicherheit sowie Abwehr von Cyberangriffen.
(Bild: Daniel Sadrowski)

Alle zwei Jahre vergibt eine Expertenjury den IT-Sicherheitspreis für Innovationen aus den Bereichen IT-Sicherheit, Kryptografie, System- und Netzsicherheit sowie Abwehr von Cyberangriffen. In diesem Jahr richtete das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum die Verleihung im Zentrum für IT-Sicherheit in Bochum aus.

„Ich habe den Deutschen IT-Sicherheitspreis 2006 ins Leben gerufen, um die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft im immer wichtigeren Bereich der IT-Sicherheit zu stärken“, erklärt Stiftungsgründer Dr.-Ing. Eh. Horst Görtz.

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Bei der diesjährigen Verleihung ging der erste Preis (100.000 Euro) an „Blurry-Box-Kryptografie: Kerckhoffs‘ Prinzip für den Softwareschutz“, der zweite (60.000 Euro) an „SPLlift: Hocheffiziente gleichzeitige Codeananalyse von Millionen von Softwarekonfigurationen“. Den dritten Platz (40.000 Euro) teilen sich die Teams von „Mikrokernel zur Absicherung von mobilen Endgeräten“ und „SRT-App Guard – Berechtigungsmanagement für Android“.

Erster Platz: Kerckhoffs‘ Prinzip für den Softwareschutz

Brandon Broadnax, Matthias Huber, Bernhard Löwe, Prof. Dr. Jörn Müller-Quade (alle Karlsruher Institut für Technologie) und Axel Engelmann, Rüdiger Kügler, Alexander Schmitt, Wolfgang Völker, Dr. Peer Wichmann und Oliver Winzenried (alle WIBU-Systems AG) belegten den ersten Platz für ihr Blurry-Box-Verfahren. Das ist eine Software, die vor Angreifern schützt, die den Schutzmechanismus kennen. Im Gegensatz zu bisherigen Systemen macht sich Blurry-Box das sogenannte Kerckhoffs‘ Prinzip zunutze: Die Sicherheit des Schutzverfahrens beruht auf der Geheimhaltung des Schlüssels und nicht auf der Geheimhaltung des Mechanismus zur Verschlüsselung. Damit wird ein höheres Schutzniveau vor unerlaubter Vervielfältigung, Manipulation, Industriespionage und -sabotage erreicht.

Zweiter Platz: Gleichzeitige Analyse von Millionen von Softwarekonfigurationen

Der zweite Platz ging an Prof. Dr. Bodden, Prof. Dr. Mira Mezini (beide Technische Universität Darmstadt), Prof. Dr. Paolo Borba und Társis Tolêdo (beide Federal University of Pernambuco), Prof. Dr. Claus Brabrand (IT University of Copenhagen) und Prof. Dr. Márcio Ribeiro (Federal University of Alagoas). SPLlift ist eine neue Sicherheitsanalyse, die es erstmals möglich macht, mehrere Softwareprodukte gleichzeitig und automatisiert auf Schwachstellen zu untersuchen. Dadurch verkürzt SPLlift die benötigte Dauer der Sicherheitsanalysen von bisher Jahren auf Minuten.

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