Sicherheitsaspekte der intelligenten Stromversorgung

Best Practices aus IT-Sicherheit und Datenschutz auf Smart Grids anwenden

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Rechtliche Vorgaben und Datenschutz-Aspekte

Mit dem Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) gibt es seit Anfang des Jahres zahlreiche rechtliche Änderungen, die den Einsatz von Smart Metern und Smart Grids erforderlich machen. So sind Messstellenbetreiber seit 01.01.2010 verpflichtet, bei Neubauten und umfänglich sanierten bzw. renovierten Gebäuden Messeinrichtungen einzubauen, die den tatsächlichen Energieverbrauch und Nutzungsdauer anzeigen, soweit dies technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar ist (§ 21 b Absatz 3a EnWG).

Auf Wunsch muss der Messstellenbetreiber außerdem allen Strom- und Gasverbrauchern auf Wunsch die Umstellung auf Smart Meter anbieten (§ 21 b Absatz 3b EnWG). Darüber hinaus müssen die Energieversorger last- oder tageszeitvariable Stromtarife anbieten, soweit dies technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar ist (§ 40 Absatz 3 EnWG). Endverbraucher haben durch ein neues Gesetz das Recht, eine monatliche, viertel- oder halbjährliche Abrechnung für Strom- und Gaslieferungen einzufordern (§ 40 Absatz 2 EnWG).

Weitere Vorgaben kommen aus dem Eichrecht. Messgeräte wie Smart Meter müssen den gesetzlichen Anforderungen aus dem Eichrecht entsprechen, dabei sind die Normen und technischen Vorgaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt maßgeblich.

Im Sinne des Datenschutzes ist es darüber hinaus erforderlich, dass Verbrauchsdaten abgesichert werden müssen. Denn in Verbindung mit der Information, zu welchem Haushalt sie gehören, erlauben die Daten Rückschlüsse auf das Verhalten von Personen in diesem Haushalt und damit auf die Privatsphären. Falls dies nicht geschieht und die Daten in falsche Hände geraten, wird es beispielsweise einem Einbrecher möglich, aufgrund des konstant niedrigen Stromverbrauches festzustellen, dass niemand vor Ort ist.

Mit dem Aufbau von Smart Grids hält die Informationstechnologie Einzug in die Energieversorgungsnetze. Daher sind bewährte Methoden und Best Practices aus den Bereichen IT-Sicherheit und Datenschutz auf die spezifischen Gegebenheiten eines Smart Grids zu übertragen. Die Best Practices sollten bereits beim Design und vor allem vor dem Betrieb des Smart Grids berücksichtigen werden.

Seite 3: Das Smart Grid clever absichern

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