IT-Security-Schulungen Bewusstsein für Cybersicherheit schaffen

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Der Mensch ist eine der größten Schwachstellen in puncto Cybersicherheit. Ein Grund dafür ist das geringe Risikobewusstsein der Mitarbeiter etwa im Umgang mit Phishing und Passwortsicherheit. Eine große Gefahr liegt jedoch bei den Unternehmen selbst.

Menschliches Fehlverhalten bleibt eines der größten Sicherheitsrisiken für KMU im Bereich Cybersicherheit. (Bild:  Africa Studio - stock.adobe.com)
Menschliches Fehlverhalten bleibt eines der größten Sicherheitsrisiken für KMU im Bereich Cybersicherheit.
(Bild: Africa Studio - stock.adobe.com)

Als größten Risikofaktor für Unternehmen sehen die von Sharp befragten IT-Entscheider fehlende Software- und System-Updates (40 %). Direkt danach kommen mit 39 Prozent Mitarbeiter, die in Sachen IT-Sicherheit unzureichend informiert sind. „Cybersicherheit ist nicht nur eine technologische Herausforderung. Auch der menschliche Faktor ist entscheidend. Unternehmen müssen eine Kultur schaffen, die IT-Sicherheit ernst nimmt und als Aufgabe für jeden Mitarbeiter definiert, nicht nur für die IT-Verantwortlichen und das Management-Team“, kommentiert Kai Scott, Geschäftsführer Sharp Business Systems Deutschland, die Ergebnisse der Befragung.

Doch statt ihre Angestellten umfassend zu sensibilisieren und so die Angriffslücke für Cyberkriminelle zu verkleinern, werden gerade Themen wie Viren, Phishing, Datenverluste und Passwortsicherheit in den Mitarbeiterschulungen vernachlässigt. Nur 41 Prozent der Schulungen beinhalten das Thema Passwortsicherheit. Andere sicherheitsrelevante Themen werden ebenfalls zu selten adäquat in den Schulungen behandelt.

  • Netzwerksicherheit: 40 Prozent
  • Grundlagen des An- und Abmeldens: 41 Prozent
  • Herunterladen von Dateien: 42 Prozent
  • sicherer Umgang mit Daten: 48 Prozent

Die Diskrepanz zwischen der realen Bedrohungslage und dem Risikobewusstsein der Angestellten sei alarmierend, ergab die Auswertung der Studie. „Wenn Schulungen zu alltäglichen Themen wie dem Ändern von Passwörtern, dem Erkennen von Phishing-E-Mails und dem Herunterladen von Dateien nicht kontinuierlich durchgeführt werden, kann dies zu einem echten IT-Sicherheitsrisiko werden“, warnt Scott. Vor allem in der Zunahme der KI-gestützten Angriffe sieht er ein großes Risiko.

Scott rät den KMU, ihre Mitarbeiter „zu mehr Wachsamkeit und einem angemessenen Umgang mit diesen neuen Bedrohungen anzuleiten, denn Wissenslücken können hier erhebliche Kosten nach sich ziehen.“

Über die Studie

Die Befragung wurde von Censuswide im Auftrag von Sharp im Zeitraum vom 1. bis 13. Februar 2023 unter 5.770 IT-Entscheidungsträgern und IT-Beschaffungsverantwortlichen in europäischen KMU durchgeführt, davon 501 aus Deutschland. Die befragten Unternehmen stammen aus elf Märkten: Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Schweden, Niederlande, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und Belgien.

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