Cloud-Sicherheit für Bildungseinrichtungen Moderne IT im Bildungssektor: Warum Cloud- und Hybrid-Modelle die Zukunft sind

Ein Gastbeitrag von Andreas Flemming* 4 min Lesedauer

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Bildungsstätten profitieren zunehmend von Cloud- und Hybrid-Lösungen zur Verbesserung der IT- und physischen Sicherheit. Skalierbare, cloudbasierte Lösungen optimieren das Campus-Management und bieten Datenschutz sowie Cybersicherheit. Für Einrichtungen, die nur über begrenztes IT-Personal zur Verwaltung komplexer Server- und Hardware-Setups verfügen, ist die Cloud eine echte Chance.

Früher standen Verantwortliche für physische Sicherheit in Bildungseinrichtungen Cloud-Lösungen skeptisch gegenüber. Heute jedoch überwiegen die praktischen Vorteile der Technologie, gerade in Sachen Sicherheit.(Bild:  elenabsl - stock.adobe.com)
Früher standen Verantwortliche für physische Sicherheit in Bildungseinrichtungen Cloud-Lösungen skeptisch gegenüber. Heute jedoch überwiegen die praktischen Vorteile der Technologie, gerade in Sachen Sicherheit.
(Bild: elenabsl - stock.adobe.com)

Dieser technologische Wandel ist jedoch kein Alles-oder-Nichts-Ansatz. Während einige Institutionen komplett auf die Cloud setzen, finden viele Schulen und Universitäten im hybriden Modell ihren Weg. Damit können sie ihre bestehende Infrastruktur vor Ort nutzen, den Aufwand für die Serverwartung reduzieren sowie von der Flexibilität der Cloud-Konnektivität profitieren. Bei der Auswahl einer Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) für den Bereich Sicherheit können mehrere Schlüsselfaktoren dazu beitragen, einen reibungslosen Wechsel in die Cloud und eine langfristige Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten.

Offene Cloud-Architekturen

Mit einer Lösung, die auf einer offenen Architektur basiert, lassen sich vorhandene Geräte und Systeme flexibel weiter nutzen. Sie ermöglicht aber auch die Auswahl von Anbietern und Geräten, die am besten zu den individuellen Bedürfnissen und dem Budget der Einrichtung passen.

Ob es sich um die Integration von Systemen für die Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Sprechanlagen oder Einbruchserkennung handelt – eine offene Architektur gewährleistet auch, dass Schulen und Universitäten neue Technologien ergänzen und verschiedene Systemintegrationen in Betracht ziehen können, wenn sich ihre Anforderungen weiterentwickeln.

Bestehende Hardware weiter verwenden

In der Cloud verwaltete Appliances bieten eine einfache Möglichkeit, veraltete Zutrittskontroll- oder Videomanagementsysteme durch eine Cloud-Anbindung zu modernisieren. Diese Appliances ermöglichen den nahtlosen Austausch älterer Server vor Ort und die Integration mehrerer Standorte in zentrale Sicherheitsabläufe. Mit diesem Ansatz können Einrichtungen ihre vorhandenen Kameras, Zutrittskontrollen und andere Sensoren beibehalten. Gleichzeitig vereinfacht die Cloud-basierte Verwaltung die Systemwartung erheblich. Das Ergebnis ist eine effizientere, skalierbare Sicherheitsinfrastruktur, die über eine intuitive SaaS-Lösung verwaltet wird.

Integrierte Maßnahmen für Cybersicherheit und Vertrauen

Bei der Auswahl einer SaaS-Lösung spielen Cybersicherheit und Datenschutz eine zentrale Rolle. Wichtig sind moderne Sicherheitsstandards, integrierte Tools zur Risikominderung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Die Anbieter sollten ihre Zertifizierungen und Konformitätsstandards transparent machen. Dazu zählen auch Prüfungen durch Dritte, Selbstbewertungen und Dokumentation über Datenverarbeitung, Drittanbieter und Netzwerksicherheitsprotokolle.

Flexible IT für Schulen und Universitäten

Die Hybrid-Cloud bietet höchste Flexibilität bei der Bereitstellung. Universitäten mit mehreren Standorten können beispielsweise jeden ihrer Standorte nach ihren spezifischen Anforderungen konfigurieren: Einige können vollständig lokal gehostet werden, andere komplett in die Cloud umziehen, und wieder andere können Edge-Geräte oder in der Cloud verwaltete Appliances verwenden.

Institutionen können so schrittweise auf cloudbasierte Funktionen umsteigen, einen Standort nach dem anderen umstellen oder neue Anwendungen testen, sobald diese verfügbar sind. Unabhängig von der Systemkonfiguration – ob sich die Komponenten lokal, an der Edge oder in der Cloud befinden – kann alles über eine vereinheitlichte Sicherheitsplattform verwaltet werden.

Hybrid Cloud vs. On-Premises: Welche Lösung am besten passt

Cloud-Lösungen mögen auf den ersten Blick gleich erscheinen, unterscheiden sich jedoch häufig bei der Funktionalität und Integrationsfähigkeit. Bei der Auswahl eines Systems ist es wichtig, dass Institutionen ihre Sicherheitsanforderungen und die gewünschten Ergebnisse klar definieren. Ganz gleich, ob das Ziel die Überwachung von Campus-Eingängen oder Busrouten, die Integration von Sensoren zur Erkennung von Rauchgasen oder die Implementierung einer Plattform zur Verwaltung digitaler Beweismittel ist, die mit den Systemen der örtlichen Strafverfolgungsbehörden kompatibel ist – ein klares Verständnis der Anforderungen hilft bei der Auswahl der am besten geeigneten Lösung.

Sobald der Bedarf definiert ist, gilt es im nächsten Schritt die vorgeschlagenen Lösungen zu bewerten. In diesem Prozess ist es auch wichtig, das Gesamterlebnis zu berücksichtigen, von der Ersteinrichtung und dem Onboarding bis hin zum Umgang mit den Daten, wenn der Service-Vertrag endet. Einige Anbieter sichern sich die Datenhoheit. Dann hat der Endnutzer bei Vertragsende keinen Zugriff mehr auf seine Daten. Andere Unternehmen stellen sicher, dass die Kunden jederzeit auf ihre Daten zugreifen und sie herunterladen können.

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Cloud-Integration: So modernisieren Lehrinstitute ihre IT-Sicherheit

Sowohl lokale als auch hybride und vollständig cloudbasierte Systeme können die Sicherheitsanforderungen auf dem Campus effektiv erfüllen. Bei einem vor Ort installierten System liegt die Verantwortung für Verwaltung und Wartung vollständig bei der Einrichtung. Im Gegensatz dazu bieten cloudbasierte Systeme den Vorteil, dass die Systemwartung und -aktualisierung ausgelagert werden kann und nur die wirklich benötigten Services bezahlt werden.

Durch die Integration einer Cloud-basierten oder hybriden Lösung können Bildungseinrichtungen den Bedarf an neuen Hardware-Investitionen reduzieren und die Rechen- und Speicherressourcen entsprechend ihren Anforderungen skalieren. Unabhängig davon, ob die Systeme auf lokalen Servern laufen oder komplett mit der Cloud verbunden sind: Zentralisieren Institutionen diese über ein vereinheitlichtes System, werden Überwachung, Reaktion und Wartungsaufgaben einfacher und die betriebliche Effizienz steigt.

Hybrid-Cloud-Lösungen bieten die Flexibilität, strategische Entscheidungen über den Einsatz physischer Sicherheitssysteme zu treffen. Bildungseinrichtungen können wählen, welche Installationen besser für On-Premises-Lösungen geeignet sind und welche von einer Cloud-Integration profitieren. Mit den heutigen hybriden Architekturen gibt es für jeden Campus eine Lösung für seine spezifischen Anforderungen.


* Der Autor Andreas Flemming ist Area Sales Director DACH bei der Genetec Deutschland GmbH.

Bildquelle: Genetec Deutschland GmbH

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