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Zentrale Sicherheitsfunktionen im neuen Microsoft-Betriebssystem – Teil 1 BitLocker für Windows 7 verschlüsselt USB-Sticks und -Festplatten

Autor / Redakteur: Stefan Riedl / Stephan Augsten

Microsoft überarbeitet und erweitert die Sicherheitsfunktionen unter Windows 7, die bereits mit dem Vorgänger Vista eingeführt wurden. Ein wichtiger Baustein ist dabei die verbesserte BitLocker-Funktion zur Festplatten-Verschlüsselung. Denn bislang konnten die teils unausgereiften Sicherheitsmechanismen die Firmenkunden nicht dazu bewegen, von Windows XP auf ein neues Microsoft-Betriebssysstem umzusteigen.

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BitLocker To Go: Unter Windows 7 schützt die überarbeitete BitLocker-Festplatten-Verschlüsselung auch portable Datenträger.
BitLocker To Go: Unter Windows 7 schützt die überarbeitete BitLocker-Festplatten-Verschlüsselung auch portable Datenträger.
( Archiv: Vogel Business Media )

Sicherheit wird bei Windows 7 groß geschrieben. So haben die Microsoft-Entwickler eine ganze Reihe an erweiterten Funktionen für mehr Datensicherheit, Anwendungskontrolle sowie eine verbesserte Fehlerbehebung implementiert.

Zwar meinte Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant beim IT-Sicherheitsspezialisten Sophos: „Die Sicherheitsfunktionen in Windows 7 sind vor allem auf den Einsatz auf Einzelplatzrechnern von Privatanwendern ausgelegt – nicht aber auf die Anforderungen von Unternehmen“ (Security-Insider.de berichtete).

Es gibt aber zum einen Erweiterungspakete in Sachen Sicherheit, wie das Forefront-Paket, und zum anderen positivere Stimmen und Standpunkte zu den Sicherheitsfunktionen von Windows 7. Erst der Dauerbetrieb in der Praxis wird zeigen, ob die neuen Funktionen halten, was Microsoft verspricht.

In dieser Beitragsreihe stellen wir die wichtigsten neuen Security-Funktionen von Windows 7 dar. Dieser Beitrag befasst sich dabei mit der Laufwerk-Verschlüsselung mithilfe von BitLocker.

Die Bitlocker-Laufwerkverschlüsselung – auch für USB-Sticks und externe Festplatten

Bereits in Windows Vista hatte Microsoft die Laufwerkverschlüsselung Bitlocker eingebaut, um Daten vor nicht autorisierten Zugriffen zu schützen. Neu mit Windows 7 ausgeliefert wird eine Erweiterung des Bitlocker-Systems namens „BitLocker To Go“. In Anlehnung an den Terminus aus dem Café-Geschäft für Kaffee zum mitnehmen, verschlüsselt die Erweiterung auch Daten auf Datenträgern zum mitnehmen, also USB- Flash- und USB-Hard-Drives.

Datenverlust ist längst nicht mehr nur ein Resultat verlorener Laptops. USB-Sticks und externe Laufwerke bergen allein aufgrund ihrer hohen Anzahl größere Gefahren. Eine Gefahrenlage, die sich tendenziell allein aus preislichen Gründen verschärfen wird, denn glaubt man verschiedenen Marktauguren werden schon 2011 Prognosen mit einem USB-Flashdrive satte 32 Gigabyte Daten, für weniger als 25 US-Dollars zu haben sein.

Das Problem dabei: Wenn ein Laptop abhanden kommt, wird der Verlust umgehend gemeldet. Verlieren Mitarbeiter aber einen USB-Stick mit sensiblen Daten, meiden sie häufig eine Meldung. Bitlocker To Go begegnet dieser Gefahr durch die Verschlüsselung der Daten auf USB-Speichermedien, so dass diese nur von autorisierten Nutzern auf ihrem Arbeitsplatz ausgelesen werden können.

Seite 2: BitLocker-System für Windows 7 überarbeitet

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