Deutsches Kompetenzzentrum gegen Cyber-Kriminalität

BKA und Banken bekämpfen Bedrohungen

| Redakteur: Stephan Augsten

Bundeskriminalamt und G4C wollen gemeinsam gegen die Schattenwirtschaft vorgehen.
Bundeskriminalamt und G4C wollen gemeinsam gegen die Schattenwirtschaft vorgehen. (Bild: Archiv)

Kaum ein Bereich der Kriminalität verzeichnete in den vergangenen Jahren durchweg so hohe Wachstumsraten wie Cybercrime. Das Bundeskriminalamt versucht, die Straftaten im Internet zu reduzieren. Im Kampf gegen Internet-Kriminelle wurde mit dem German Competence Centre against Cybercrime, kurz G4C, nun eine Zusammenarbeit vereinbart.

Der G4C e.V. wurde von vornehmlich zu dem Zweck gegründet, eine bessere Kommunikation über aktuelle Entwicklungen der Cyberkriminalität im Finanzsektor zu ermöglichen. Derzeit wird der Verein von drei Finanzunternehmen getragen, nämlich der Commerzbank, ING-DiBa und HypoVereinsbank.

Schon zur Gründung im November 2013 wurde das Ziel formuliert, gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) für eine bessere Strafverfolgung zu sorgen. Diese Liaison wurde nun im Bundeskriminalamt Wiesbaden von den Vereinsvorständen Roland Wolf (Commerzbank), Heiko Wolf (ING-DiBa) und Alexander Klotz (HypoVereinsbank) schriftlich bestätigt.

Das German Competence Centre against Cybercrime hat seinen Sitz in Wiesbaden und soll in den kommenden Monaten die Arbeit aufnehmen. Der Verein bildet ein neuartiges operatives Zentrum, in dem die Mitglieder aus der Wirtschaft in Kooperation mit dem BKA Maßnahmen zum Schutz vor Cyberkriminalität entwickeln.

Im Fokus steht dabei zunächst einmal das Thema Betrug im Online-Banking. Das G4C soll aber auch Lösungen zu aktuellen und zukunftsorientierten Themen im Bereich Cyberkriminalität erarbeiten. Vor diesem Hintergrund wird die Mitgliedschaft von Sicherheitsanbietern sowie Organisationen und Unternehmen anderer Branchen angestrebt.

BKA-Vizepräsident Jürgen Stock ist sich sicher, dass Kooperationen der Schlüssel sind, um die Fachkompetenz von Unternehmen, Forschungsinstituten, Wirtschaft und Wissenschaft in die Bekämpfung der Cyberkriminalität einzubeziehen: „Der zeitnahe Austausch über neue modi operandi ist entscheidend, um Täter möglichst schnell an der Begehung weiterer Straftaten zu hindern.“

G4C-Vorstand Roland Wolf zeigt sich angesichts der Kooperation zuversichtlich. Cyberkriminalität sei ein weltumspannendes Phänomen und „das BKA als nationale Zentralstelle der Deutschen Polizei mit seiner nationalen wie internationalen Vernetzung der richtige Partner für den Verein.“

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