Suchen

Abhörsichere Telefonate nach Geheimhaltungsstufe VS-NfD BSI erlaubt Behörden Einsatz von Handy-Krypto-Lösung Secuvoice

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Stephan Augsten

Mit Secuvoice bietet Kryptographieexperte Secusmart eine Lösung an, die Telefonate durchgehend verschlüsselt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist von der Vertraulichkeit der Lösung überzeugt: Die Behörde hat der Sicherheitslösung die vorläufige Zulassung für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD (nur für den Dienstgebrauch) erteilt.

Eine microSD-Karte mit Kryptochip verschlüsselt Telefonate mit 128-Bit-AES.
Eine microSD-Karte mit Kryptochip verschlüsselt Telefonate mit 128-Bit-AES.
( Archiv: Vogel Business Media )

Secuvoice umfasst Verschlüsselungs- und Authentifizierungsverfahren, die die Identität von Gesprächspartnern sicherstellen und Telefonate End-to-End verschlüsselen. Teil der Lösung ist eine MicroSD-Karte mit eingebautem Krypto-Chip. Laut Hersteller ist das System einfach zu handhaben und biete eine hohe Sprachqualität. Die Sicherheit des Systems soll jetzt eine vorläufig BSI-Zulassung belegen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hält das Verfahren für geeignet, vertrauliche Daten der Geheimhaltungsstufe VS-NfD auszutauschen. Damit darf Secusmart seine Lösung ab sofort auch an Behörden verkaufen und ausliefern. Bereits während der Entwicklung hatte das BSI das Secuvoice-Projekt „im Rahmen seiner gesetzlichen Möglichkeiten“ unterstützt.

Neben Behörden gehören auch Geschäftsleute zur anvisierten Zielgruppe der Lösung für abhörsichere Telefonate. Secusmart-Geschäftsführer Hans-Christoph Quelle betont: „Schon jetzt nutzen Führungskräfte in Ministerien und Konzernen die neue Technologie.“

Secuvoice funktioniert mit Nokia-Mobiltelefonen der Serien E oder N. Der Verschlüsselungschip nutzt AES mit 128 Bit. Secusmart ist ein Spin-off des Handyproduzenten Nokia und wurde 2007 gegründet. Preise zu der vorgestellten Lösung nennt der Anbieter auf Anfrage.

(ID:2018358)