Für das BSI stand im Zentrum der 62. Munich Cyber Security Conference sowie dem vorangehenden Cyber Security Directors' Meeting der Schutz kritischer Infrastrukturen. Dafür entwickelt es derzeit den „Cyberdome“.
Das 6. europäische Direktorentreffen fand im Rahmen der Munich Cyber Security Conference am am 13. Februar 2026 in München statt.
(Bild: BSI)
Angesichts einer weiterhin angespannten Cybersicherheitslage und hybrider Bedrohungen trafen sich die Cybersicherheits-Chefinnen und -Chefs von 32 europäischen Cybersicherheitsbehörden im Rahmen der Munich Cyber Security Conference (MCSC) zum Cyber Security Directors' Meeting (CSDM). Die Themen waren unter anderem digitale Souveränität und die Umsetzung der europäischen Regulierungen NIS 2 und Cyber Resilience Act (CRA) sowie die automatisierte Detektion und Abwehr von Cyberangriffen.
Natürlich war auch Claudia Plattner, Präsidentin des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beim „Direktorentreffen“ anwesend. Ziel des CSDM ist es, den Leiterinnen und Leitern der für Cybersicherheit zuständigen Behörden aus Europa ein vertrauensvolles Forum zur Vernetzung und den strategischen Austausch zu bieten. Neben allen EU-Mitgliedsstaaten nehmen regelmäßig auch Vertreter der vier EFTA-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie aus dem Vereinigten Königreich, der Ukraine und der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) teil.
Das Cyber Security Directors’ Meeting fand am 13. Februar 2026, direkt vor der Munich Cyber Security Conference, statt. Vom 13. bis 15. Februar folgte dann die 62. MCSC. Seit 2020 wird das CSDM vom BSI in Kooperation mit der MCSC organisiert, die jedes Jahr im Anschluss an das Direktorentreffen stattfindet. Plattner sagte bei der MCSC: „Um der aktuellen hybriden Bedrohungslage erfolgreich etwas entgegenzusetzen und unsere digitalen Angriffsflächen bestmöglich zu schützen, muss Cybersicherheit industrialisiert werden! Wir haben uns heute intensiv darüber ausgetauscht, wie wir es schaffen können, aktiven Cyberschutz zu automatisieren, und wie wir entsprechende Schutzmaßnahmen mindestens auf nationalem Level skalieren: beginnend mit Sensoren zur Detektion von Anomalien und einem gesamthaften Lagebild. Als Cybersicherheitsbehörde für Deutschland errichten wir deswegen gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium einen Cyberdome: Hier werden alle Fäden und Informationen zusammenlaufen, die wir benötigen, um Staat und Gesellschaft einen Schutzschirm zu bieten, der digitale Bedrohungen, Angriffe und Einflussoperationen bestmöglich und vollautomatisiert blockiert.“
Der automatisierte Schutz vor digitalen Bedrohungen stand bei der MCSC 2026 im Zentrum vieler Debatten. Plattner hob hervor, dass eine sichere Digitalisierung der Dreh- und Angelpunkt einer sich im Umbruch befindlichen Weltordnung sei. Diese ist derzeit geprägt von Krieg, geopolitischen Spannungen und hybriden Angriffen wie Cyberspionage und -sabotage. Der Munich Security Report bestätigt, dass Cyberangriffe derzeit als größtes Sicherheitsrisiko für Deutschland wahrgenommen werden. Mehr als ein Drittel der Befragten gehen dabei davon aus, dass ihr Land darauf nicht ausreichend vorbereitet ist.
Im Auftrag des Bundesinnenministeriums entwickelt das BSI derzeit den Cyberdome für Deutschland, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Beim Cyberdome handelt es sich um einen digitalen Schutzschirm, der durch automatisierte Sicherheitsmaßnahmen Cyberangriffe frühzeitig erkennt, analysiert und abwehrt Auch Spionage und Sabotage-Attaken sollen so verhindert werden. Ein besonderer Schutz komme den kritischen Infrastrukturen zu. Dafür wolle das BSI Kräfte, Ressourcen und Expertise bündeln, gemeinsam mit Partner aus Forschung und Wirtschaft. Konkret gehe es um die Lagebeobachtung, Threat Intelligence, Vorfallsbearbeitung und den KRITIS-Schutz.
Parallel zu einer strukturellen, automatisierten Cyberabwehr müsse im Rahmen „einer großen, ernstgemeinten Anstrengung“ die Digitalisierung in Deutschland und Europa endlich strategisch voran gebracht werden. „Der Schutz unserer Gesellschaft hängt von unseren digitalen Fähigkeiten ab – und davon, wie gut wir den digitalen Raum verteidigen können“, sagt Plattner bei der MCSC. „Was nach und nach ins globale Bewusstsein rückt, ist die Tatsache, dass Technologie die Kräfteverhältnisse zunehmend beeinflusst und durch ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Sicherheit diese auch zunehmend verzerrt. Wenn wir, wenn Deutschland und Europa jetzt nicht kraftvoll gegensteuern, wird dieses Rad sich ohne uns weiterdrehen. Um souveräner zu werden, müssen wir digital erfolgreicher werden. Dafür brauchen wir starke Public-Private-Partnerships sowie die Bereitschaft zu strategischen Investitionen in Schlüsseltechnologien, bei denen Europa noch die Chance hat, eine Führungsrolle einzunehmen – zum Beispiel im Bereich der Cybersicherheit.“
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.