Sicherheitslücken in Linux-Grafikkomponenten X.Org und Xwayland trotz unklarem Angriffsweg angreifbar

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Das BSI warnt vor drei Schwachstellen in X.Org und Xwayland. Da beide Komponenten in vielen Linux-Systemen aktiv sind, sollten Updates schnell eingespielt werden um mögliche Angriffe durch rückentwickelte Exploits zu verhindern.

Schwachstellen in X.Org und Xwayland könnten zu Abstürzen, Speicherkorruption und im schlimmsten Fall Schadcode-Ausführung führen.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Schwachstellen in X.Org und Xwayland könnten zu Abstürzen, Speicherkorruption und im schlimmsten Fall Schadcode-Ausführung führen.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Trotz des sichtbaren Wechsels hin zu Wayland bleiben X.Org und Xwayland in vielen Umge­bungen weiterhin weit verbreitet. X.Org ist der klassische Display-Server für Linux und stellt grafische Oberflächen dar. X11 ist das dazugehörige Protokoll, über das Anwendungen mit dem Display-Server kommunizieren. Xwayland ermöglicht es, X11-Programme auch auf modernen Wayland-Systemen weiter zu nutzen. Dadurch laufen viele ältere und aktuelle Linux-Anwen­dun­gen weiterhin zuverlässig.

Nun warnt das BSI vor drei Sicherheitslücken in Xwayland und X.Org X11. Während das Bun­des­amt an die drei Schwachstellen CVE-2025-62229, CVE-2025-62230 und CVE­2025­62231 einen gemeinsamen CVSS-Base-Score von 9.1 vergibt, erhalten sie von CVE.org einen CVSS-Score von 7.3.

Auch wenn die Warnung des BSI keine genaueren Informationen zur Art eines möglichen Cy­ber­angriffs nennt, sondern nur von einem „nicht näher spezifizierten Angriff“ spricht, ist sie relevant, da die betroffenen Komponenten weit verbreitet sind, veröffentlichte Fixes schnell rück­ent­wickelt werden können und dadurch funktionierende Exploits entstehen können. Somit könnten Cyberkriminelle, die erfolgreich in anfällige Systeme eindringen, Programme zum Ab­sturz bringen, Speicherfehler herbeiführen oder im schlimmsten Fall eigenen Schadcode ausführen.

Geschlossen werden die Sicherheitslücken mit der Xwayland-Version 24.1.9 und Version 21.1.19 des X.Org-Servers. Nutzer können die Angriffsfläche zusätzlich minimieren, indem sie X11‑TCP‑Zugriffe deaktivieren, X‑Weiterleitung restriktiv handhaben und nach Möglichkeit Wayland ohne unnötige X11‑Exponierung verwenden.

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