BSI warnt: Angriffswelle auf Regierungsnetze Cyberattacken gefährden deutsche Netzwerke

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Das BSI warnt vor hunderten Cyberattacken, die täglich auf Regierungsnetzwerke ausgeübt werden. Die Angriffe sind teilweise zu Staaten zurückzuverfolgen. Auch Unternehmen sollten sich vorbereiten.

Das BSI warnt vor einer steigenden Zahl an Cyberattacken auf Regierungsnetzwerke.(Bild:  Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)
Das BSI warnt vor einer steigenden Zahl an Cyberattacken auf Regierungsnetzwerke.
(Bild: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Das BSI registriert aktuell hunderte Cyberangriffe, die täglich Regierungsnetzwerke und Netzwerke von regierungsnahen Organisationen im Fokus haben.

Täglich im Schnitt 775 E-Mails mit Schadprogrammen

Die BSI-Präsidentin Claudia Plattner gibt dazu dem Stern bekannt, dass täglich im Schnitt 775 E-Mails mit Schadprogrammen eingehen und etwa 370 Webseiten für den Zugriff gesperrt werden. Dabei kommt es vor allem zu Massenangriffen gegen die Bundesverwaltung. Plattner sieht aktuell auch eine große Gefahr in immer besser gemachte Deep-Fakes. Hier regt die BSI-Chefin an, dass offizielle Informationen und Videos von Regierungsseite besonders gekennzeichnet werden sollen, zum Beispiel mit einem grünen Haken. Das geht allerdings erst dann, wenn die Plattformen und Browser dazu in der Lage sind, diese Informationen digital zu signieren. Die immer fortschrittlicheren KI-Tools können Nachrichten und Videos in immer besserer Qualität fälschen.

BSI-Präsidentin im Security-Insider Podcast

Nach einem Jahr als BSI-Präsidentin besuchte uns Claudia Plattner vor Kurzem im virtuellen Podcaststudio. Unterstützt von BSI-Abteilungsleiter Thomas Caspers gab sie uns dabei einen Einblick in Selbstverständnis und Cloud-Strategie der deutschen Behörde. Zudem diskutieren wir, wie das Bundesamt im Spannungsfeld von Demokratieschutz und Wirtschaftsförderung agiert und aktiv für mehr Cybersicherheit sorgen will.

Einflussversuche auf Wahlen sollen verhindert werden

Da im Herbst verschiedene Landtagswahlen in Deutschland anstehen, vermuten die Experten beim BSI auch ausländische Akteure hinter den Angriffen, die versuchen auf die Wahlen Einfluss zu nehmen. Verschiedene Behörden arbeiten dazu mit dem BSI zusammen, gibt BSI-Chefin Plattner bekannt. Bei diesen Angriffen kommt ebenfalls KI zum Einsatz. Es ist daher zu erwarten, dass Cyberattacken in diesem Jahr weiter zunehmen, was auch Unternehmen treffen könnte. Hier sollten die Verantwortliche überprüfen, ob ihre Netzwerke ausreichend geschützt sind und die Anwender auf KI-gestützte Angriffe vorbereitet sind.

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