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Zu viele Mobilgeräte können das Netzwerk lahmlegen BYOD = Bring Your Own Disaster?

| Autor / Redakteur: Rodolf Schmit, Array Networks / Stephan Augsten

BYOD wird sich auf Dauer wohl durchsetzen, doch mit diesem Trend sind große Herausforderungen verbunden. Eine davon ist das Verhindern eines Security-Desasters; denn jedes persönliche Mobilgerät, das sich mit dem Firmennetz verbindet, ist eine potenzielle Bedrohung.

Smartphone- und Tablet-Besitzer wollen ihre Geräte oft auch im Arbeitsalltag nutzen.
Smartphone- und Tablet-Besitzer wollen ihre Geräte oft auch im Arbeitsalltag nutzen.
(© violetkaipa - Fotolia.com)

Der IT-Konsum über mobile Geräte nimmt rasant zu. Dies bestätigt auch der Report „Tablets Will Rule The Future Personal Computing Landscape” (z. Dt.: Tablet-PCs werden die zukünftige Personal-Computer-Landschaft bestimmen) von Forrester Research.

Darin prophezeit der IT-Marktforschungs- und Analyse-Spezialist, dass im Jahr 2016 rund 375 Millionen Tablets verkauft und bereits insgesamt 750 Millionen Tablets eingesetzt werden.Es ist nur logisch, dass viele Menschen die kleinen „Alleskönner“ mit in die Arbeit nehmen.

Ähnlich wie bei der Einführung des Cloud Computing bringt der Wunsch nach Mobilität viele Unternehmen zum Umdenken. Sie bewerten ihren Ansatz in Bezug auf die IT jetzt neu. Um die BYOD-Mentalität zu unterstützen, gilt es, für größtmögliche Sicherheit zu sorgen.

Bring your own device bringt Probleme mit sich

Erste Sicherheitsbedenken kommen auf, sobald Firmen die Mobilgeräte über traditionelle Virtual Private Networks (VPNs) ins interne Netzwerk einbinden. VPN-Verbindungen basieren auf einer Tunneltechnik und haben einige Sicherheitslücken. Durch diese Tunnel können z.B. Daten verschwinden, oder Hacker könnten hier Angriffe einleiten.

Ein weiteres Problem bei der BYOD-Nutzung: Persönliche Privatgeräte können nie so sicher gesperrt werden, wie es bei einem Laptop oder Desktop-PC möglich wäre. Zudem treten Mobilgeräte in ziemlich großen Mengen im Firmennetzwerk auf.

Um die vielen Privatgeräte im Netzwerk zu überblicken, setzen Unternehmen oft Mobile Device Management (MDM)-Lösungen ein. Diese bieten ein hohes Maß an Kontrolle über die verbundenen Mobilgeräte und stellen darüber hinaus zahlreiche Apps bereit – alle Sicherheitsbedenken räumen sie jedoch nicht aus dem Weg.

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